Andacht Heute

Ein Segen für Alle

Ich will euch retten, dass ihr ein Segen sein sollt.
Sacharja 8,13

Wer ist hier gemeint? Ich denke an das Volk Gottes. Der Bund zwischen Gott und Israel wurde vom Volk oft gebrochen, denn wie alle Menschen waren auch sie zu allen Zeiten verführbar. Deshalb kam Gott selbst in Christus in die Welt. Jetzt konnten auch die Heiden zum lebendigen Gott eine Beziehung aufbauen.
Jesu Worte: Wer mich kennt, kennt auch den Vater, sind durch Wunder bestätigt worden.

Gebet

Danke, Herr, dass du uns durch deinen Heiligen Geist erkennen lässt, was wahr ist, und durch dein Wort, was Lüge ist. Segne unseren Tag und sei mit uns, sodass wir ein Segen für Viele sind. Amen.

Weiß-schwarz oder Wahrheit und Lüge

„Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger
und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“
Joh 31-32

Gestern war das der Vers, über den ich im Bibelkreis nachgedacht habe. Die andern Mitglieder bekamen einen anderen Vers, der aber genau zu dem passte, was sie gerade an Antwort brauchten. Das Nachdenken über das Wort Gottes auch das Nachsinnen genannt, ist eine wichtige Zeit um Erkenntnisse zu erhalten, die für unseren Glauben wichtig sind. Was ich dazu schrieb, war folgendes:

Mehr als unsere Bilanzen

Ich bin überzeugt, dass der, der etwas so Gutes in eurem Leben angefangen hat, dieses Werk auch weiterführen und bis zu jenem großen Tag zum Abschluss bringen wird, an dem Jesus Christus wiederkommt.
Philipper 1,6

Gerade im Alter kommen die Erinnerungen. Neben schönen Momenten können auch Gedanken wie „Ich hätte mehr erreichen können“ aufkommen. Oder: „Ich habe Chancen nicht genutzt.“ Schnell geraten wir in die Falle der negativen Bilanzbuchhaltung, wenn wir meinen, viele Möglichkeiten verpasst zu haben und dass andere in ihrem Leben mehr geschafft haben. Als Christ könnte man denken: „Christus vergibt meine Sünden, aber was ist mit all dem, was ich nicht erreicht habe?”

Die Bibel ist da klar und eindeutig: Christus trägt alles, nicht nur unsere Schuld und Sünden. Er trägt auch alles, was uns von Gott trennt, eben auch das Unvollendete, das Versäumte, das Ungelebte. Ein Mensch kann sein Leben negativ bilanzieren. Gott aber sieht das Ganze – und das Ganze ist größer als die Summe der verpassten Chancen. Wie oft hat er uns auf Umwegen beigestanden, Brüche in etwas Tragendes verwandelt und sogar unser Versagen genutzt, um Neues zu schaffen! Das ist vielleicht unser tiefster Trost, wenn wir auf unser Leben schauen und denken, dass wir nicht genug erreicht haben. Die Vollendung liegt nicht in unserer Hand. Wir dürfen unvollendet bleiben, denn Gott vollendet alles.