Andacht Heute

Ein Segen für Alle

Ich will euch retten, dass ihr ein Segen sein sollt.
Sacharja 8,13

Wer ist hier gemeint? Ich denke an das Volk Gottes. Der Bund zwischen Gott und Israel wurde vom Volk oft gebrochen, denn wie alle Menschen waren auch sie zu allen Zeiten verführbar. Deshalb kam Gott selbst in Christus in die Welt. Jetzt konnten auch die Heiden zum lebendigen Gott eine Beziehung aufbauen.
Jesu Worte: Wer mich kennt, kennt auch den Vater, sind durch Wunder bestätigt worden.

Gebet

Danke, Herr, dass du uns durch deinen Heiligen Geist erkennen lässt, was wahr ist, und durch dein Wort, was Lüge ist. Segne unseren Tag und sei mit uns, sodass wir ein Segen für Viele sind. Amen.

Weiß-schwarz oder Wahrheit und Lüge

„Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger
und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“
Joh 31-32

Gestern war das der Vers, über den ich im Bibelkreis nachgedacht habe. Die andern Mitglieder bekamen einen anderen Vers, der aber genau zu dem passte, was sie gerade an Antwort brauchten. Das Nachdenken über das Wort Gottes auch das Nachsinnen genannt, ist eine wichtige Zeit um Erkenntnisse zu erhalten, die für unseren Glauben wichtig sind. Was ich dazu schrieb, war folgendes:

Bevor meine Gedanken laut werden: Demut

HERR, schon früh am Morgen hörst du mein Rufen. In aller Frühe bringe ich meine Bitten vor Dich und warte sehnsüchtig auf Deine Antwort.
Psalm 5,4

Es ist bemerkenswert, dass David nicht sagt: „Schon früh am Morgen habe ich alles im Griff.“ Sondern: „Schon früh am Morgen rufe ich – und ich warte.“ Der Morgen ist nicht der Moment der Selbstsicherheit, sondern der Demut. Wir beginnen nicht mit Antworten, sondern stellen erst einmal fest: „Ich brauche Dich, Gott. Ich will mich Dir zuwenden.“

Denn oft ist es genau andersherum: Wir wachen auf, und sofort beginnt das innere Stimmengewirr. „Was steht heute an? Was muss ich schaffen? Was habe ich gestern falsch gemacht? Welche Sorgen melden sich zuerst?“ Wir suchen früh am Morgen nach Orientierung – aber meistens in uns selbst.

David zeigt einen anderen Weg: Nicht zuerst in sich hineinhorchen, sondern zuerst auf Gott hören. „Ich bringe meine Bitten vor Dich und warte sehnsüchtig auf Deine Antwort.“ Das ist kein passives Warten. Es ist ein inneres Ausrichten: „Ich lege meinen Tag in Deine Hände. Ich erwarte, dass Du sprichst – vielleicht leise, vielleicht überraschend, vielleicht erst im Laufe des Tages.“ Der Tag gelingt nicht, weil wir alles im Griff haben. Er gelingt, weil wir ihn mit Gott beginnen.