Zwischen Pflicht und Hingabe
Jesus aber sprach zu ihnen: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!
Markus 1217
Damit widerspricht Jesus der Haltung, dass man sich einfach entziehen darf, wenn einem etwas ungerecht erscheint in seinem Land. Fragen wir uns einmal, was passieren würde, wenn jeder nach seinem eigenen Gefühl entscheiden dürfte, ob er den Staat unterstützt oder boykottiert. Unser Gemeinwesen würde mit ziemlicher Sicherheit zerbrechen. Jesus sagt, dass ein Staat nur bestehen kann, wenn Menschen ihren Beitrag leisten. Er spricht hier jedoch nicht von blindem Gehorsam. Bei einem Staat, der kriminell handelt und Menschen zu Verbrechen zwingt, wie im Dritten Reich, muss Widerstand möglich sein. In einem demokratischen Staat muss ich jedoch meinen Teil zum Gemeinwohl beitragen, auch wenn ich mit vielen Dingen nicht einverstanden bin. Beispielsweise damit, dass unser Staat für Gender-Projekte als Entwicklungshilfe jährlich 612 Millionen Euro ausgibt.
Jesus erinnert uns auch daran, dass es eine zweite Ebene gibt. Es gibt noch etwas, das nicht dem Staat gehört. Es gehört Gott. Unser volles Vertrauen gehört allein ihm.
Gebet
HERR, führe uns in allem, was wir tun, damit wir unsere Pflicht erfüllen im Alltag und gleichzeitg dir dienen. Amen.