Unsere einzige Hoffnung
Alle, die ohne Gesetz gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz verloren gehen; und alle, die unter dem Gesetz gesündigt haben, werden durchs Gesetz verurteilt werden.
Römer 2,12
In diesem Vers werden zwei Gruppen von Menschen vorgestellt. Da sind zum einen diejenigen, die sich darauf berufen wollen, dass sie das Gesetz nicht kannten. Der aus dem römischen Recht stammende Satz „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“ wird heute noch im Strafrecht angewendet. Paulus sagt, dass auch jene, die das Gesetz nicht kennen, ein Gewissen haben. Jeder Mensch hat also eine Ahnung von Gut und Böse. Das Gewissen ist wie ein stiller Zeuge, der uns begleitet. Dann gibt es die Gruppe der Wissenden. Auch sie gehen verloren. Sie tragen sogar eine größere Schuld, weil sie Gottes Willen kennen und das Gesetz dennoch übertreten. Dieser Vers dient jedoch nicht dazu, die Schwere der Schuld der beiden Gruppen zu vergleichen, sondern alle Ausreden zu zerstören. Paulus spricht zu Menschen, die denken: „Ich kenne Gottes Willen – das schützt mich“ oder „Ich wusste es ja nicht – das entschuldigt mich“. Beide Gruppen tun das, was sie nicht tun sollten. Also sind beide verdammt.
An diesem Punkt kommt die Rettung ins Spiel. Gott ist gerecht, aber sein Ziel ist Gnade. Anstatt uns in die Verzweiflung zu stürzen, führt uns die Erkenntnis zu Christus – und er ist da. Sein Wort der Gnade am Kreuz war: „Es ist vollbracht.“ Gerade weil wir uns nicht herausreden können und wir alle verloren wären, ist Christus unsere einzige Hoffnung.
Gebet
HERR Jesus Christus, ohne dich sind wir verloren, mit dir haben wir Hoffnung. Halte uns in deiner Gnade und führe uns in dein Licht. Amen.