Andacht Heute

Krankheit und Ungeduld

Meine Seele verlangt nach deinem Heil; ich hoffe auf dein Wort.
Psalm 119,81

„Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.“
Jakobus 4,6

Für manche Menschen ist das Leben von viel Leid geprägt. Aus christlicher Sicht könnte man das als Anfechtung bezeichnen, denn wir glauben, dass Gott uns ins Leben gerufen hat, während der Teufel will, dass wir sterben. So einfach lässt sich das verstehen, schließlich erkennen wir schon als Kinder, dass es das Gute und das Böse gibt – personifiziert in Gott und Satan.

Bist du krank und mit vielen Problemen in eine Welt geraten, die dir böse erscheint, hast du trotzdem die Chance, dich von Gott erlösen zu lassen. Er kann die Seele heilen und das Leid erträglicher machen. Brichst du dir einen Fuß und musst warten, bis er wieder heilt, brauchst du Geduld. Wenn sich spontane Krankheiten häufen, will Gott dir vielleicht etwas sagen. Suche nach Seinem Willen, und du wirst merken, dass es dir besser geht. Das geschieht indem du in seinem Wort liest, wie es der erste Vers betont.

Der Vers „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber schenkt er Gnade“ ist von großer Bedeutung. Die Frage ist: Kannst du deinen Eigensinn ablegen und auch mal um Hilfe bitten? Oder glaubst du, alles allein zu schaffen? Manchmal müssen wir, die Gottes Kraft schon lange erfahren haben, erkennen, dass es immer ER war und nicht wir selbst, der uns ans Ziel gebracht hat. ER lässt Gutes wie auch Böses zu – Letzteres jedoch zu unserer Erziehung.

Gebet
Danke HERR, dass Du unser Retter bist und hilf uns wieder durch den Tag. Nimm uns alle Schmerzen und lasse uns fröhlich denen begegnen, die noch ohne Hoffnung und Glauben sind. Lass du unsere Worte wie Samen aufgehen und schenke Wachstum im Glauben. Amen

Erfülltes Leben

Es gibt ein erfülltes Leben trotz unerfüllter Wünsche, das schrieb Bonhoeffer an seinen Freund aus dem KZ Flossenburg, wo er mit 39 Jahren 1945 hingerichtet wurde. Er war in der Widerstandsbewegung gegen Hitler hingerichtet worden.

Dietrich Bonhoeffer

Geboren: 4. Februar 1906 in Breslau
09. April 1945 im KZ Flossenbürg

Die evangelische Kirche feiert in diesem Jahr besonders Dietrich Bonhoeffer, weil zwei große Gedenkanlässe zusammenfallen und seine Stimme für die Gegenwart neu wichtig geworden ist.

1) 120. Geburtstag im Jahr 2026

Am 4. Februar 2026 wäre Bonhoeffer 120 Jahre alt geworden. Dieses Jubiläum wird kirchlich breit begangen, mit Vorträgen, Lesungen und Gedenkfeiern, um sein Denken neu zu erschließen und seine Stimme für heute hörbar zu machen.

2) 80. Todestag (2025/2026)

Rund um den 80. Jahrestag seiner Hinrichtung (9. April 1945) erinnert die EKD an seinen Mut, seine Glaubensstärke und seinen Widerstand gegen das NS‑Regime. Gemeinden in ganz Deutschland gestalten dazu Gedenkveranstaltungen.

Kirchenlied: Von guten Mächten wunderbar umgeben (Text v. Bonhoeffer)

Zur Ermutigung

„Der HERR ist mein Licht und mein Heil;
vor wem sollte ich mich fürchten?
Der HERR ist meines Lebens Kraft;
vor wem sollte mir grauen?“
Psalm 27,1

Meist ist es die Menschenfurcht, die uns daran hindert den Weg Gottes weiter zu gehen. Doch vor wem sollten wir uns fürchten, wenn Gott mit uns ist. Es gibt Situationen vor denen du Angst hast, doch hat Jesus sich da nicht auch in die Stille begeben und gebetet?
Auch er wurde verleumdet, doch er ging seinen Weg gehorsam bis in den Tod. Jeder, der ihm begegnete, wurde verändert. Manche fanden zur Buße, andere zum Widerstand, weil sie zu stolz waren, um die wahre Liebe Gottes anzunehmen, die sie hätte retten können von ihren vergeblichen Versuchen, bessere Menschen zu werden. Dieses Phänomen lässt sich bei ganzen Volksgruppen in Bezug auf das Volk Gottes beobachten. Alle Religionen lehren die Menschen, doch verlieren sie oft das eigentliche Ziel aus den Augen: die Seligkeit der Seelen, wie sie durch das Evangelium allen zuteil wurde. Weitere Opfer sind nicht nötig, denn Jesus hat alles für uns vollbracht. Er hat den ewigen Tod besiegt und uns eine Hoffnung geschenkt, die niemand so erfüllen kann wie Gott selbst – das ewige Leben bei IHM.

Gott ruft jeden Einzelnen persönlich. Das sehen wir in den Taten Jesu, der immer den einzelnen Menschen ansprach – und das ist bis heute so. Es ist nicht die Religion, die rettet, sondern dein persönlicher Glaube und die Beziehung zum HERRN, der dich aus der Welt herausgerufen hat oder es vielleicht noch tun wird, wenn du dir nicht sicher bist. Bitte IHN, in dein Leben zu kommen, und wende dich ab vom breiten Weg, der in die Irre führt. Bete vorort für Geschwister im Herrn, dass du nicht alleine bleibst, denn wo zwei oder drei in Jesu Namen versammelt sind, ist er mitten unter ihnen. (Matth 18,20)

Hab einen gesegneten Tag mit dem Wort Gottes an deiner Seite. Lob und Dank, sei IHM, dem allmächtigen und dreieinigen Gott Vater, Sohn und Hl Geist. Amen