Schwierige Stellen in der Bibel
In diesen ⟨Briefen⟩ ist einiges schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften zu ihrem eigenen Verderben.
2. Petrus 3,16
Petrus sagt hier ausdrücklich, dass es in den Paulusbriefen „einiges schwer zu verstehen“ gibt. Er befreit uns davor zu meinen, dass wir alles darin in vollem Umfang verstehen müssten. Es gibt allerdings Interpreten, die es sich zu leicht machen. Entweder sind sie unwissend, das heißt ohne Grundkenntnisse der Bibel, oder sie sind ungefestigt, das heißt ohne geistliche Stabilität und ohne den Willen, in der Nachfolge zu leben. Beide Gruppen lesen die Schrift nicht, um sich korrigieren zu lassen, sondern um ihre eigenen Vorstellungen zu bestätigen. Wer aber die Bibel nur liest, ums sich selbst recht zu geben, wird sie zwangsläufig verdrehen.
Wie ist also der richtige Umgang mit schwierigen Stellen in der Bibel? Wie schützen wir uns vor eigenmächtiger Auslegung, Irrlehre und geistiger Verwirrung? Wir sollten auf unsere innere Haltung achten und uns fragen: Bin ich belehrbar? Bin ich bereit, mich korrigieren zu lassen? Suche ich Gottes Willen oder nur die Bestätigung meiner Meinung? Gut ist es, die Bibel in Gemeinschaft zu lesen, weil schwierige Stellen das Gespräch und die ehrliche Auseinandersetzung brauchen. Hüten wir uns auch vor allzu selbstsicher auftretenden Lehrern, die auf alles und jedes eine Erklärung bereithalten. Bleiben wir dagegen wachsam gegenüber Verdrehungen und sorgfältig und demütig dem Wort Gottes Wort gegenüber.
Gebet
HERR Jesus Christus, du hast uns dein Wort gegeben, damit es uns leitet, stärkt und aufrichtet. Bewahre uns davor, leichtfertig zu werden oder nur das zu hören, was uns gefällt. Amen.