Andacht Heute

Aus der Dunkelheit ins Licht

Deshalb lassen wir uns in diesem Dienst, den wir durch die Barmherzigkeit Gottes empfangen haben, nicht entmutigen. Wir haben uns von allen beschämenden Heimlichkeiten losgesagt. Wir arbeiten weder mit Tricks noch verfälschen wir das Wort Gottes, sondern lehren seine Wahrheit offen und frei. Dadurch empfehlen wir uns vor den Augen Gottes dem Gewissensurteil aller Menschen.
2. Korinther 4,1-2

Es gibt Momente, in denen man spürt, dass etwas nicht stimmt. Das kann ein Beschluss einer kirchlichen Gemeinschaft sein, der „unter der Hand“ vorbereitet wurde und nun in aller Eile umgesetzt werden soll. Solche Situationen sind nicht neu. Paulus kennt sie und nennt sie beim Namen: „beschämende Heimlichkeit“. Sie haben immer die gleiche Wirkung: Fehlende Transparenz macht misstrauisch. Nicht nur gegenüber den Amtsträgern, sondern – was noch viel schlimmer ist – die Verkündigung des Evangeliums, unser wichtigster Auftrag, wird dadurch entscheidend behindert. Paulus beschreibt seinen Dienst so, dass er ohne List arbeitet, also ohne manipulative Methoden und Machtspiele hinter verschlossenen Türen. Das Wort Gottes soll uns offen und frei machen für die Wahrheit. Darum ist jede Form von Heimlichkeit ein Widerspruch zum Evangelium. Gott hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben. Dieses Licht kommt nicht von uns. Es kommt in uns und will durch uns weiterleuchten.

Gebet
Herr Jesus, zeige mir die Bereiche meines Lebens, die noch im Halbdunkel liegen. Öffne mir die Augen für das, was ich vor anderen verberge, und führe mich in die Freiheit, offen, wahr und transparent für dich zu leben. Amen.