Andacht Heute

Geführt in die Nähe Christi

„Alles, was er euch zeigt, kommt von mir.“
Johannes 16,15

Vielleicht kennst du das: Du stehst vor einer Aufgabe in der Gemeinde. Vielleicht eine Verantwortung, die du übernehmen könntest. Vielleicht ist es ein Dienst, der gerade dringend gebraucht wird. Und gleichzeitig merkst du: Ich weiß nicht, ob ich das wirklich tun soll. Du betest, du denkst nach, du redest mit anderen, aber eine klare Stimme vom Himmel bleibt aus.

Oder es geht um die Familie. Eine Entscheidung steht an, die die Weichen für die Zukunft stellt. Wie soll es weitergehen? Was ist gut für alle? Was ist jetzt, in dieser Phase unseres Lebens, dran? Und wieder wünschst du dir eine eindeutige Antwort. Ein Wort, ein Zeichen, ein Impuls, der alles klärt. Aber stattdessen ist da nur dieses diffuse Gefühl: „Ich möchte nichts falsch machen.”

In Johannes 16,13 steht, dass uns der Heilige Geist leitet (Andacht vom 23.05.2026). Jesus sagt, dass wir durch ihn nicht irgendwohin geleitet werden. Der Heilige Geist führt uns dorthin, wo er, Christus, selbst ist. Was könnte das konkret heißen? Wenn es um eine Aufgabe in der Gemeinde geht, verschiebt sich der Fokus von „Was will ich?“ zu „Wo ist Christus?“. Also weg von „Habe ich Lust?“, „Schaffe ich das?“ und „Was denken die anderen darüber?“, hin zu „Wo wirkt Christus gerade in dieser Gemeinde?“ und „Wo ist seine Liebe am Werk?“. Geht es um die eigene Familie, dann von „Was ist am bequemsten?“, „Was bringt am meisten Sicherheit?“ und „Was macht am wenigsten Ärger?“ zu „Welche Entscheidung lässt uns mehr in Jesu Art leben – geduldiger, liebevoller, wahrhaftiger?“

Gebet
Heiliger Geist, du führst mich dorthin, wo Christus selbst ist. Lass mich erkennen, was jetzt dran ist, und bewahre mich davor, mich selbst unter Druck zu setzen. Führe mich in die Wahrheit, in die Nähe Jesu,
in seine Liebe, seinen Mut, seinen Frieden. Amen.