Andacht Heute

Das Wirken des Heiligen Geistes

Es ist besser für euch, wenn ich gehe. Sonst käme der Helfer nicht, der an meiner Stelle für euch da sein wird.
Johannes 16,7

Das volle Wirken des Heiligen Geistes begann zu Pfingsten, nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren ist (Apg 2,1–4). Wir leben in dieser Phase der Weltgeschichte, die mit dem Wiederkommen Christi enden wird. Wer an Jesus glaubt, der ist „von neuem geboren“, und er bekommt den Hl. Geist in einer Fülle, wie es im Neuen Testament verheißen ist. Von ihm erhalten wir auch alle Gaben, die für unseren Dienst notwendig sind.

Im Vers wird der Heilige Geist als Tröster, Anwalt, Fürsprecher (griech.: parakletos) oder – wie in dieser Übersetzung – als Helfer bezeichnet. Wie kann er uns helfen? Oder besser: Wie können wir uns von ihm helfen lassen? Mir kommt gerade der Gedanke, eine kleine Reihe über die Wirkungen des Heiligen Geistes zu beginnen. Heute soll es erst mal darum gehen, dass wir uns von ihm füllen lassen.

Betrachten wir, wie sich die Jünger in Apg 2,4 verhielten: Plötzlich kam vom Himmel her ein Brausen wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie sich versammelt hatten. Wir sehen, dass sie nur der Dinge harrten, die nun über sie kamen. Es geht also nicht darum, etwas aktiv herbeizuführen, sondern still zu sein und einen Raum für Gott zu schaffen. Auch wenn wir sonst gerne alles kontrollieren und planen, ist es hier so, als würden wir das göttliche Radio anschalten und auf Empfang gehen. Wir dürfen uns auf eine Sendung freuen, die ganz für uns bestimmt ist und in der der Heilige Geist uns mit allem erfüllt, was wir benötigen. Dies soll der Inhalt der nächsten Andachten sein.

Gebet
HERR, ich komme vor dich mit offenen Händen. Ich lege alles ab, was mich beschäftigt, und bitte dich: Fülle mich mit deinem Heiligen Geist. Ich vertraue darauf, dass du mich leitest, tröstest und erneuerst. Amen.