Das Glück des Tüchtigen

Nicht dass wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern dass wir tüchtig sind, ist von Gott.
2. Korinther 3,5

Um welche Art von Tüchtigkeit geht es hier im Brief an die Korinther? Man denkt dabei an Fleiß, Zuverlässigkeit, Engagement, Können und weitere positive Eigenschaften. Natürlich entsteht all dies nicht allein aus eigener Kraft. Wir haben es unserem Schöpfer zu verdanken, der uns mit diesen Fähigkeiten ausstattet. Dies mag alles zutreffen, ist hier aber nicht gemeint. Paulus hat nämlich kurz zuvor eine konkrete Frage gestellt:

Denn wir sind ein Wohlgeruch Christi für Gott unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verloren gehen; den einen ein Geruch vom Tod zum Tode, den anderen aber ein Geruch vom Leben zum Leben. Und wer ist dazu tüchtig?
Korinther 2,15-16

Paulus stellt also die Frage, wer die Fähigkeit hat, den Wohlgeruch Christi weiterzugeben. Dazu bedarf es noch einer viel größeren Tüchtigkeit. Es geht um nichts weniger als um das Überbringen der Nachricht vom ewigen Tod und vom ewigen Leben. Eine wahrhaft große Aufgabe, die ein Mensch nur durch die göttliche Unterstützung bewältigen kann. Mir wird bewusst, wie oft es für mich nötig wäre, im Sinne von Paulus, tüchtiger zu werden.

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