Jesus lebt

Alle miteinander bekleidet euch mit Demut;
denn Gott widersteht den Hochmütigen,
aber den Demütigen gibt er Gnade.
1. Petrus 5,5

Als Kind dachte ich, dass die Geistlichen mehr wert sind als andere Menschen. In der Rangliste standen sie knapp unter den Heiligenfiguren. Dem Pfarrer gebührte wegen seines schwarzen langen Gewandes Respekt, und er wurde auf der Straße fast wie ein Heiliger gegrüßt. Es wäre eine Unterlassungssünde gewesen, hätte man ihm keine Ehre gezollt. Er hinterließ ein ungutes Gefühl bei mir.

Das war bei Jesus anders. Wenn ich von IHM hörte, war mein Herz voll Freude und ich wünschte mir oft, ER sähe die Boshaftigkeiten der Menschen, die mir Angst machten, die mich ablehnten, beschimpften oder schlugen.

Erst als ich lernte das Kreuz zu verstehen, konnte ich vergeben.

Gebet

Hab Dank Herr, dass es nicht auf uns ankommt, sondern auf DICH allein. Amen

Eine Antwort auf „Jesus lebt“

  1. Wenn wir etwas können, dann sind wir schnell in Gefahr, dass wir uns darauf, was einbilden und es unserer Umgebung spüren lassen. Wir meinen etwas zu wissen, womit wir anderen voraus sind, z. B. über den Corona-Virus. Selbstbewusstsein („Ich kann/weiß etwas gut.“) kann sich leicht in Hochmut („Ich kann/weiß es am besten.“) verwandeln. Kaum jemand ist davor gefeit. Es gibt Unterschiede, wie wir anderen gegenüber auftreten. Tun wir es bescheiden im Bewusstsein unserer Fähigkeiten oder überheblich, indem wir anderen zu verstehen geben, dass sie Nichtskönner sind. Damit wir nicht in die Falle des eigenen Hochmuts gehen, sollten wir uns bewusst machen, dass wir Geschöpfe Gottes sind. Alles, worüber wir stolz sind auf uns, haben wir uns nicht selbst geschaffen. Es wurde uns durch Gott ermöglicht. Deshalb ist es völlig falsch, immer auf die eigene Leistung zu verweisen. Am Beispiel der Entwicklung der beiden deutschen Staaten nach dem Krieg lässt sich dies zeigen. Der Osten Deutschlands hatte es ungleich schwerer durch Demontage der Industrie und der Schwerfälligkeit der Planwirtschaft sich ähnlich zu entwickeln wie der Westen. Jeder Hochmut der „Wessis“ ist hier fehl am Platz.

    So wie wir in Politik und Gesellschaft die Realitäten sehen sollten, um uns in Bescheidenheit zu üben, so muss uns die Nähe zu Gott auch zur Demut führen. ER ist unser Schöpfer und HERR. Statt uns ständig in Szene setzen zu wollen, sollten wir auf IHN verweisen.

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