Andacht Heute

Gnade, was ist das?

Sie beginnt schon mit unserer Zeugung.

Gottes Gnade lässt uns leben.

Gottes Gnade macht uns einzigartig.

Gottes Gnade trägt uns durch die Schwangerschaft.

Gottes Gnade gibt uns den inneren Überlebenswillen.

Gottes Gnade lässt uns IHN kennenlernen.

Gottes Gnade hilft uns, IHN zu verstehen.

Gottes Gnade lehrt uns, Jesus als Seinen eingeborenen Sohn zu lieben.

Gottes Gnade lässt uns Jesus als unseren Erlöser anerkennen.

Gottes Gnade schenkt uns ein dankbares Herz.

Gottes Gnade gibt uns die Kraft, den Tod mit ewigem Leben zu überwinden.

Gottes Gnade macht die Heilsbotschaft zu unserem Lebensweg.

Gottes Gnade hilft uns, den Stolz zu besiegen und Jesus zu folgen.

Gebet

Danke HERR Jesus, dass Du uns das Reich Gottes näher gebracht hast, um zu erkennen, was das Leben bedeutet. Segne unseren Tag und lasse uns bei dir bleiben, durch dein lebendiges Wort. Amen

Gegen die Verdunkelung

„Habt nichts gemein mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf.“
Epheser 5,11

Wir leben in einer Zeit, in der vieles, was einmal klar war, verschwimmt. Worte verlieren ihre Bedeutung, Grenzen werden relativiert, und selbst der Glaube an Gott wird oft behandelt, als sei es nur eine Option unter vielen. Diese Entwicklung geschieht selten laut. Sie kommt leise, schleichend, fast unmerklich – und gerade darin liegt ihre Gefahr. Das Wirken des Bösen ist heute nicht spektakulär, nicht dramatisch, nicht offensichtlich. Es tritt nicht mit Gewalt auf, sondern mit Täuschung. Es arbeitet mit Verwirrung der Begriffe, mit der Verfälschung des Guten, mit einer scheinbaren Harmlosigkeit, die gerade deshalb so wirksam ist. Es erscheint – wie die Schrift sagt – „wie ein Engel des Lichts“.

Und auch die Kirchen sind davor nicht geschützt. Wenn sie sich zu sehr dem Zeitgeist anpassen, wenn aus Angst vor Ablehnung die Wahrheit verschwiegen wird, dann öffnen sie selbst die Türen für diese Verdunkelung. Das klare Benennen dieser Gefahr ist kein Pessimismus. Es ist ein Akt der Hoffnung. Denn nur, was ans Licht kommt, kann geheilt werden. Christus selbst sagt: „Ich bin das Licht der Welt.“ Nicht wir müssen das Licht erzeugen – aber wir müssen die Schleier erkennen, die es verdunkeln.

Demut statt Generationskritik

Ebenso ihr Jüngeren, ordnet euch den Ältesten unter; ihr alle sollt euch gegenseitig unterordnen und mit Demut bekleiden! Denn „Gott widersteht den Hochmütigen; den Demütigen aber gibt er Gnade“.
1. Petrus 5,5

    Ältere Menschen könnten solche Verse mit einer gewissen Genugtuung lesen. Endlich werden darin auch einmal die Jüngeren ermahnt, das Alter zu ehren. Die Kritik am Verhalten der Jüngeren ist nicht neu. Schon Sokrates (470–399 v. Chr.) sprach dieses Übel an: „Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“

    In 1. Petrus 5,5 geht es jedoch nicht um „Jugendliche”, sondern um Menschen ohne Leitungsfunktion und mit weniger Erfahrung. Mit Alter hat das also nichts zu tun. Es geht vielmehr um Gemeindeordnung, die es gilt aufrecht zu halten. Aber gleich im Folgenden wird diese Aufforderung eingeschränkt: Alle sollen miteinander Demut walten lassen. Keiner sollte seine Autorität missbrauchen, um sich über andere zu erheben – auch die Ältesten nicht. Es geht nicht darum, immer Recht zu behalten. Die Ordnung in den christlichen Gemeinschaften sollte bewahrt werden, aber nicht um jeden Preis. Wer zu bestimmen hat, sollte dies tun dürfen, ohne gleich bei Meinungsunterschieden von Leuten, die keine Verantwortung tragen müssen, angegriffen zu werden. Wichtig ist jedoch, dass gerade in schwierigen Fällen Entscheidungen nicht einfach angeordnet, sondern auch begründet werden. Selbstherrliches, hochmütiges Verhalten fordert Rebellion heraus. Demut, vor allem gegenüber dem Willen Gottes, ist für uns alle geboten.