Das Auge sieht sich niemals satt und das Ohr hört sich niemals satt.
Prediger 1,18
Neulich ging ich durch ein Kaufhaus in einem Kurort. Es wirkt ein wenig wie aus einer anderen Zeit. Da werden noch Transistorradios, CD-Player und Kompaktkameras angeboten – offenbar für Senioren, die sich mit der aktuellen Technik nicht auskennen. Ich konnte darüber lächeln und doch ertappte ich mich bei dem Gedanken, sogar hier etwas Neues entdecken zu können. Von der Werbung unablässig genährt, treibt uns die Suche nach Dingen, die unser Leben vermeintlich bereichern könnten, an jedem Ort und bei jeder Gelegenheit voran. Doch die Erfüllung, nach der wir uns sehnen, können wir auf diesem Weg nicht finden.
Die Bibel kennt diese Unruhe. Der Prediger sagt: „Das Auge sieht sich niemals satt.“ Mehr Eindrücke schaffen jedoch nicht automatisch mehr Zufriedenheit. Das Auge entdeckt immer wieder etwas Neues. Der Mensch bleibt dennoch hungrig. Letztlich richtet sich die tiefste Sehnsucht des Menschen nicht auf Dinge, sondern auf Gott. Christus verspricht etwas Größeres als immer neue Reize: einen Frieden, der nicht vom nächsten Kauf, dem nächsten Trend oder der nächsten Entdeckung abhängt. Augustinus sagte: „Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir.“
Gebet
HERR Jesus Christus, bewahre uns davor, unser Glück in Dingen zu suchen, die vergehen. Schenke uns ein dankbares Herz und die Ruhe, die nur du geben kannst. Amen.