Befiehl dem HERRN deinen Weg, und vertraue auf ihn, so wird er es vollbringen.
Psalm 37,5
Paul Gerhardt (1607-1676) hat den Text zum Lied „Befiehl du meine Wege“ geschrieben. Die Melodie stammt von Georg Philipp Telemann. Das Lied hat vielen schon Hoffnung geschenkt in finsteren, unsicheren Zeiten. Die erste Strophe beginnt so:
Befiehl du deine Wege
und was dein Herze kränkt
der allertreusten Pflege
des, der den Himmel lenkt.
Der Wolken, Luft und Winden
gibt Wege, Lauf und Bahn,
der wird auch Wege finden,
da dein Fuß gehen kann.
Wir müssen also nicht selbst den Weg finden, sondern uns an Gott halten, der alles lenkt. Wir dürfen loslassen und müssen nicht alles selbst ordnen, was vor uns liegt. Es ist der Herr, der die Wege findet. Auch für dich und mich, selbst wenn zunächst keiner sichtbar ist. Es ist ein sehr entlastender Gedanke, dass ich meinen Weg Gott anvertrauen darf. Wenn Gott die großen Kräfte der Welt lenkt, dann wird er auch meinen nächsten Schritt führen. Seine Gegenwart ist eine verlässliche Führung, die Orientierung, Sicherheit und Trost schenkt und uns mit Vertrauen nach vorne gehen lässt.