Nie mehr Durst haben

Jesus sprach zu ihnen: Wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.
Johannes 6,35

Dieser Vers aus der Bibel ist den meisten Menschen bekannt. Bei seiner Interpretation wird der Durst des Menschen in vielfältiger Hinsicht erklärt. Leider wird die Erklärung eines Bildes durch gut gemeinte Hilfen nur unnötig verkompliziert. Aus psychologischer Sicht wird dieser Durst mit emotionaler Leere, dem Wunsch nach Anerkennung und der Sehnsucht nach Geborgenheit in Verbindung gebracht. Der Mangel wird auch in moralisierender Weise erklärt: als Durst nach mehr Gerechtigkeit und einem besseren Lebensstil. Er kann auch als ein Begriff für die Stillung eines mystischen Verlangens gedeutet werden, wobei man sich nach erweiterter spiritueller Erfüllung sehnt. Problematisch wird es, wenn die eigene Schuld ins Spiel kommt und der Durst als Folge von Ungehorsam und zu wenig Beten begründet wird.

Hier kommt es aber nicht auf Leistung an, der Durst wird allein durch Glauben gestillt. Es reicht vollkommen, wenn wir den Begriff als Ausdruck der Gottferne des Menschen verstehen. Bleiben wir ganz einfach bei den Worten Jesu: „Wer an mich glaubt.“ Glauben heißt, sich Christus anzuvertrauen, zu ihm zu kommen und sein Leben aus seiner Hand zu empfangen. Nur er kann unseren Durst für immer stillen.

Gebet
HERR Jesus Christus, bewahre uns davor, deine Worte zu verkomplizieren. Lass uns einfach zu dir kommen, dir glauben, und aus deiner Fülle leben. Amen.

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