In der Wahrheit leben

Sei mir gnädig, Gott, sei mir gnädig! Denn auf dich traut meine Seele.
Psalm 57,2

Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.
Johannes 1,16

Wir haben gestern etwas gelesen, wo es um des Deutschen Lebenslügen geht. Wie soll man eine Lüge überführen, wenn nicht durch der Wahrheit? Aber wer hat noch ein Bewusstsein für das Wahrhaftige?

Für uns Menschen ist es nötig, Gottes Beistand und Gnade zu erbitten. Allein ER kennt die Wahrheit und kann sie uns durch sein Wort bewusst machen. Jesus sagte oft, wenn er anfing zu reden: Wahrlich Wahrlich, ich sage euch …

Deswegen ist es so wichtig auf Jesus zu hören. Was hat ER mit dem Gleichnis vom Feigenbaum gemeint als er sagte, dass das Geschlecht nicht vergehen wird, bis alles geschehen ist? Ist die ganze Menschheit gemeint oder nur ein Teil? (Mar 13,32).

Gebet

Herr, vergib uns unsere Schuld und lösche die Lügen, die der Widersacher, wie einen Virus in unsere Leben legte. Bitte lasse uns Jesus und Seinem Wort folgen, denn ER kennt den Weg zum Vater. Danke, dass Du uns nicht im unklaren gelassen hast, über Deine Wahrheit. Amen

Eine Antwort auf „In der Wahrheit leben“

  1. In dem in der Andacht erwähnten Artikel ging es darum, Lebenslügen in unserem Land aufzudecken. Man kann seine Zweifel haben, ob wir Deutsche wirklich beliebt sind im Ausland, ob sich andere Länder uns zum Vorbild nehmen oder ob unsere Klimapolitik eine massive Auswirkung auf das globale Klima hat. Der gemeinsame Nenner dieser Vorstellungen: Es wäre schön, wenn das so wäre. Aus der Unzufriedenheit mit der gegenwärtigen Realität entsteht eine Neigung zum Wunschdenken, das nicht selten zur Sehnsucht nach einer heilen Welt umschlägt. Politiker, die heute von der Notwendigkeit großer Umwälzungen und von der Vorbildfunktion unseres Landes für die Welt sprechen, bedienen sich eines Vokabulars, das an die deutsche Romantik vor 200 Jahren erinnert. Auch da wollte man aus Unzufriedenheit etwas erreichen, was nicht vorhanden war. Im Unterschied zu heutigen Reden waren sich die damaligen Romantiker aber bewusst, dass es eine Hoffnung war, die unerreichbar war. Man könnte dazu auch sagen: In der Geschichte der Deutschen wurde es immer gefährlich, wenn die Romantiker das Sagen hatten.

    Wenn wir mal den Blick wenden von den politischen Lebenslügen und dem Wunschdenken in unserem Lande hin zu den Vorstellungen, die sich viele vom Seelenheil machen, dann stoßen wir auch hier auf viel Nebuloses im Denken. Man wünscht sich meist ein gutes Leben hier auf Erden und eine wohlwollende Macht für das, was danach kommt. Wie bei den abstrakten Politikerreden fragt man viel zu selten nach, wie das gehen soll, und was wir praktisch tun sollen. Man begnügt sich mit einem medial vermittelten kollektiven Wunschdenken und verharrt in Abstraktionen, die man nicht weiter in Frage stellt. Was den Glauben betrifft, besteht leider erschreckend viel Unkenntnis, weil die meisten niemals Fragen stellen, z. B. ganz naiv „wie man in den Himmel kommt“. Im legendären Film „Die Feuerzangenbowle“ aus dem Jahre 1944, sagt der Lehrer Bömmel: „Also, wat is en Dampfmaschin? Da stelle mehr uns janz dumm. Und da sage mer so: En Dampfmaschin, dat is ene jroße schwarze Raum, der hat hinten un vorn e Loch.“ Das Problem mit Politik und Glauben besteht darin, dass man sich nicht erlaubt, erst mal ganz einfache Fragen zu stellen. Aber nur so kann man zur Wahrheit kommen.

    Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger; und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
    Johannes 8,31-32

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