Vom Irrweg retten

Liebe Brüder, wenn jemand unter euch abirren würde von der Wahrheit und jemand bekehrte ihn, der soll wissen: wer den Sünder bekehrt hat von seinem Irrweg, der wird seine Seele vom Tode erretten und wird bedecken die Menge der Sünden. Jak 5,19

Eine Freundin meinte einmal, dass sie ihre Kinder nur Instrumente erlernen lässt, damit sie von der Straße weg sind. Ich wusste was sie meinte. Die Straße, was ist das für ein Ort? Ohne Straße kämen wir nirgendwo hin. Doch birgt die Straße auch die Gefahr des Irrweges und sie ist auch ein Ort der Demonstrationen und Unzufriedenheit von Gruppen.

Der Bibeltext beinhaltet eine Art Aufruf zur Evangelisation und Mission. Die Menschen von ihren Irrwegen weg zu begleiten, ihnen Hoffnung zu geben, die zu einem ewigen Ziel führt, das liegt in der Verantwortung von uns Gläubigen. Wer hätte nicht gerne Ruhe von seinen Schuldgefühlen und wäre froh, seine Sünden für immer getilgt zu wissen? Denn das macht die Beziehung zum HERRN, sie reinigt unsere Herzen.

Fürbitte

HERR, ich danke Dir, dass du mich herausgerufen hast aus der Welt, weg von der Straße, hin zu Dir. Danke auch für die Menschen, die für mich gebetet haben und mich seelsorgerlich begleitet haben. Segne auch meinen weiteren Weg und lasse mich solange dienen, solange ich lebe. Amen

Eine Antwort auf „Vom Irrweg retten“

  1. Auch heute haben wir es wieder mit der Wahrheit zu tun. Dieser Begriff hat in der Philosophie zu einer außerordentlichen Vielzahl an Diskussionen geführt. Ein Konsens ist hier nicht zu erwarten. Im Urtext steht für Wahrheit das griechische aletheia, das zusammengesetzt ist aus a- (im Sinne von ‚entgegengesetzt‘) und aus lethe (Verborgenheit, Vergessenheit). Um zur Wahrheit zu kommen, stellten es sich die Griechen offenbar vor, müsse man etwas hervorholen aus dem sonst Verborgenen. Also so wie das Licht der Sonne die Nebel durchdringt und die Landschaft erstrahlen lässt. Ein Erlebnis auch für jeden von uns, wenn wir zu einer Erkenntnis gelangen und uns etwas schlagartig klar wird.

    Die Wahrheit Gottes ist uns im Neuen Testament in der Person Jesus Christus offenbar geworden. Das Evangelium ist das Wort der Wahrheit. Der Heilige Geist ist der Geist der Wahrheit. Wie gestern schon zitiert, zeigt uns Jesus in Johannes in 8,32, dass wir in SEINEM Wort bleiben müssen, dann sind wir Jünger und die Wahrheit wird uns frei machen. Wer das Wort der Bibel anzweifelt, verlässt den richtigen Weg und geht in die Irre. Statt auf den gut erkennbaren Pfaden voller Vertrauen voranzuschreiten, verlässt er sie und verfällt wieder der Sünde, der Lüge und dem Selbstbetrug. Es ist nicht alleinig die Aufgabe von Pfarrern und Ältesten einer Gemeinde, die Abirrenden wieder zur Umkehr zu führen. Jedes einzelne Gemeindeglied ist dazu aufgerufen. Wenn wir mithelfen, eine Seele zu retten, machen wir Gott damit eine Freude, wie es auch Johannes in seinem 3. Brief Gajus gegenüber ausgedrückt hat:

    Kürzlich kamen einige Brüder zu mir und berichteten, wie treu du zur Wahrheit stehst. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Es gibt keine größere Freude für mich, als zu hören, dass meine Kinder der Wahrheit gemäß leben.
    3. Johannes 3-4

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