Ehrfurcht und Respekt vor Gottes Macht

Gott sprach zu Mose: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land!
2. Mose 3,5

Wir wollen, die wir ein unerschütterliches Reich empfangen, dankbar sein und Gott dienen, wie es ihm gefällt, mit Scheu und Ehrfurcht.
Hebräer 12,28

Gerade habe ich gelesen, dass der zukünftige Bundeskanzler Scholz bei seiner Vereidigung auf Gottes Beistand, durch die Worte „so wahr mir Gott helfe“ verzichtet. Was bedeutet das vor allem für uns Christen? Sollen wir deswegen aufhören für die Regierung zu beten? Nein, im Gegenteil. Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gottes Verheißungen weiter eintreten.

Gebet

Herr, trotz unruhiger Zeiten haben wir eine unerschütterliche Hoffnung, dass DU der Allerhöchste bist und über allem stehst. Du bist unser Schutz und Schild auch in den Zeiten, die wir erleben müssen, bis Jesus kommt um die Welt zu richten. Lasse uns teilhaben an deinem ewigen Reich, weil wir fest daran glauben, dass Du unser Ewig-Vater bist. Amen

Eine Antwort auf „Ehrfurcht und Respekt vor Gottes Macht“

  1. Mir ist auch nicht wohl dabei, dass unser zukünftiges Staatsoberhaupt sich nur noch auf sich selbst verlassen will und auf den Schutz des Allerhöchsten demonstrativ verzichtet. Allerdings hege ich auch gewisse Zweifel, ob der Eid auf Gott in der Vergangenheit immer mit voller Überzeugung geleistet wurde. Der frühere Kanzler Helmut Schmidt gab in seinem Buch Außer Dienst freimütig zu, dass er, obschon er sich im Laufe seines Lebens von Gott entfernt hätte, trotzdem den Amtseid auf IHN geleistet habe, weil er die Mehrheit der Bürger als gläubig eingeschätzt hat, und dies von ihm erwartet wurde.

    Inzwischen muss uns klar sein, dass es diese Mehrheit im Volk nicht mehr gibt, die sich eine vom christlichen Gott getragene Obrigkeit wünscht. Was nach dem Krieg noch für die Allermeisten, auch aufgrund der katastrophalen Folgen einer teuflischen Diktatur, oberstes Prinzip war, gilt heute leider nicht mehr. Wir dürfen die Taten der Entscheidungsträger kritisieren, aber nicht ihre Rechtmäßigkeit anzweifeln. Wer versucht ist, dies angesichts einer Regierung zu tun, die nicht mehr auf Gott vertraut, kann im Römerbrief nachlesen, wie sich der Christ verhalten soll:

    Jeder soll sich den Trägern der staatlichen Gewalt unterordnen. Denn alle staatliche Gewalt kommt von Gott, und jede Regierung ist von Gott eingesetzt. Wer sich daher der staatlichen Gewalt widersetzt, stellt sich gegen die von Gott eingesetzte Ordnung und wird zu Recht bestraft werden. Römer 13,1-2

    Der Eid auf „so wahr mir Gott helfe“ ist oft nur zu einer Leerformel verkommen. Für Mitgliedern von Parteien mit dem „C“ im Namen ist deren Verwendung immer noch verpflichtend, für andere dagegen die Nichtverwendung. Entscheidend ist eher, wie sich unsere Volksvertreter bei sensiblen Themen wie Erziehung, Abtreibung, Ehe bzw. Kinder für alle, Leihmutterschaft u. a. positionieren. Eines ist sicher: Jeder, auch der auf Erden Mächtige, muss sich einmal vor Gott verantworten.

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