Gott hat ewig Zeit, wir nicht!

Der HERR harrt darauf, dass er euch gnädig sei.
Jesaja 30,18

Als der Sohn noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn, und er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn.
Lukas 15,20

Wir alle haben schon mal erfahren, wie es ist, wenn die Liebe nicht erwidert wird, die man für Menschen aufbringt. So geht es auch Gott mit denen, die Er in Jesaja anspricht. Was im Alten Testament zu lesen ist, bringt mich immer zum Nachdenken über die Beziehung Gott- Mensch und umgekehrt.

Der zweite Vers der heutigen Losung stammt aus dem Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ Nach einem Frauenfrühstückstreffen sollte ich einen Glaubensgrundkurs übernehmen. Ich war selbst ganz am Anfang vom Glauben und war wenig bewandert in der Bibel. Doch ich habe dabei sehr viel begriffen. Es geht in den Gleichnissen um geistliches Verstehen.

„Vater ich habe gesündigt… “ waren die Worte des Sohnes als der Vater ihn mit offenen Armen empfing. So gehört die Umkehr und die Annahme der Gnade Gottes zusammen. Es bedeutet, dass wir als natürliche Menschen unseren Stolz überwinden müssen um die göttliche Liebe annehmen zu können.

Gebet

Herr Jesus, Du hast den Stolz vor uns allen ans Kreuz getragen und uns von der Sünde freigekauft. Jeder, der an Dich glaubt, wird den ewigen Tod nicht sehen, sondern auferstehen am jüngsten Tag. Danke, dass Du uns Dein Wort gegeben hast, damit wir nicht im unklaren bleiben müssen. Amen

Eine Antwort auf „Gott hat ewig Zeit, wir nicht!“

  1. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn zeigt uns die Erfahrung der Verlorenheit, den Weg heraus und die Freude der Rückkehr. Der Sohn hatte seinen Vater verlassen und in der Fremde ein ausschweifendes Leben geführt, das ihn schließlich bis an den Schweinetrog geführt hat. Zunächst war es das Freiheitserlebnis, das ihn anzog, frei zu sein von der Familie und von Gott. Bei Sartre heißt es, der Mensch solle sich aller Fesseln entledigen, damit er nur noch sich selbst gegenüber verantwortlich ist. Doch abgesehen davon, dass diese Freiheit reine Theorie ist, das Streben nach ihr führt ihn in die Verlorenheit. Der Verlust der Gottesbeziehung ist durch nichts zu kompensieren. Alles wonach der Mensch strebt, wie Karriere und Reichtum, es sind dies nur Ersatzstoffe, die ihn nie ganz befriedigen. Irgendwann kommt die bittere Erkenntnis, dass sich dieser Weg nicht gelohnt hat. Wie gut, dass es einen uns liebenden, gnädigen Vater gibt, dessen Freude groß ist, wenn wir umkehren.

    Denn die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht der HERR, dein Erbarmer. Jesaja 54,10

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