Wenn es Gerechtigkeit regnen würde

Träufelt, ihr Himmel, von oben, und ihr Wolken, regnet Gerechtigkeit! Die Erde tue sich auf und bringe Heil, und Gerechtigkeit wachse mit auf! Ich, der HERR, erschaffe es.
Jesaja 45,8

Der Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit.
2. Korinther 9,10

Welcher Same braucht nicht Regen?
Wenn uns der göttliche Same ins Herz fällt, dann ist das wie ein sanfter Regen, ein Träufeln, wie wir es gerade im Wohnwagen erleben, wenn des morgens die Tautropfen auf unseren hellhörigen Schlafwagen fallen. Da ist so ein Bibeltext wieder wie ein Geschenk.

Doch habe ich nicht besonders gut von mir selbst geträumt. Ich war wieder in der Sündenbockrolle gefangen. Dann noch das Missgeschick mit der geborstenen Glasplatte, weil ich vergessen hatte die Flamme zu löschen bzw. in die falsche Richtung gedreht habe. Da holt mich die Andacht durch den Bibeltext doch wieder heraus aus meiner Misere.

Gebet

Danke HERR, dass du die Ungeschicklichkeit und Schwäche von mir, sowie auch die schlechten Gefühle wenden kannst, durch die tägliche Andacht. Was wäre ich ohne dich? Segne auch diesen Tag und lasse gelingen, was gelingen soll. Amen

Eine Antwort auf „Wenn es Gerechtigkeit regnen würde“

  1. Im Mittelalter war es common sense, dass die Gerechtigkeit einzig von Gott her bestimmt wird. Immanuel Kant hielt diese Bestimmung für wenig hilfreich, weil die göttliche Gerechtigkeit dem Menschen nicht erkennbar sei. Er formulierte seinen bekannten kategorischen Imperativ, der dem Menschen nahelegt, so zu handeln, dass die Maximen seines Tuns für eine allgemeine Gesetzgebung Verwendung finden könnten.

    Nun ist es sicher richtig, dass der Mensch niemals die göttliche Gerechtigkeit voll ergründen kann. Er versucht sich im Sinne Gottes als Richter über seine Mitmenschen aufzuspielen. Die eigene Fehlerhaftigkeit im Blick, sich in Bescheidenheit zu üben, wäre ein angemesseneres Verhalten. Der Mensch ist nicht das perfekte Wesen, das er so gern sein möchte. Gerade sein Drang zum Perfektionismus macht ihn zum unsympathischer Musterschüler. Wer andere gerne ermahnt, will sich selbst erhöhen. Keiner von uns hat Grund dazu.

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