Gemeindebrief

(Epheser 5,1-21) NGÜ

1 Werdet also Nachahmer Gottes – ihr seid doch seine geliebten Kinder,
2 und lasst euer Verhalten von der Liebe bestimmen, so wie auch der Christus seine Liebe bewiesen hat, als er sein Leben für uns hingab! Er brachte sich als eine Opfergabe dar, an der Gott großes Gefallen hatte.

3 Von sexueller Unmoral jedoch, von Schamlosigkeit jeder Art und von Habsucht soll bei euch nicht einmal geredet werden. Das schickt sich nicht für Menschen, die Gott geheiligt hat.
4 Auch Unanständigkeit, dummes Geschwätz und derbe Späße passen nicht zu euch. Benutzt eure Zunge lieber zum Danken!
5 Denn ihr müsst wissen, dass keiner von denen, die in sexueller Unmoral leben, ein ausschweifendes Leben führen oder von Habgier erfüllt sind – einer Form von Götzendienst –, einen Platz im ewigen Reich von Christus und Gott haben wird.
6 Lasst euch von niemand einreden, dass das alles harmlos sei! Denn gerade wegen dieser Dinge ziehen sich die ungehorsamen Menschen den Zorn Gottes zu.
7 Habt also nichts mit ihnen zu tun!
8 Früher gehörtet ihr zwar zur Finsternis, aber jetzt gehört ihr durch den Herrn zum Licht. Lebt nun auch als Menschen des Lichts!
9 Ein solches Leben bringt als Frucht jede Art von Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor.
10 Fragt immer danach, was dem Herrn gefällt,
11 und beteiligt euch nicht an den nutzlosen Dingen, die aus der Finsternis kommen, sondern stellt sie vielmehr bloß.
12 Denn was manche heimlich tun, ist schon auszusprechen unanständig.
13 Wird es aber bloßgestellt, dann wird es durch Gottes Licht offenbar;
14 denn alles, was ans Licht kommt, kann selbst Licht werden. Deshalb heißt es: „Wach auf, du Schläfer, steh auf vom Tod! Und der Messias wird dein Licht sein.“17

15 Achtet also genau darauf, wie ihr euer Leben führt – nicht als törichte, sondern als weise Menschen!
16 Nutzt die Gelegenheiten, die Gott euch gibt, denn wir leben in einer bösen Zeit.
17 Seid also nicht leichtsinnig und gedankenlos, sondern begreift, was der Herr von euch will!
18 Und betrinkt euch nicht, denn das führt zu einem zügellosen und verschwenderischen Leben, sondern lasst euch vom Geist Gottes erfüllen!
19 Das geschieht, indem ihr euch gegenseitig mit Psalmen, Lobliedern und anderen geistlichen Liedern ermutigt;18 indem ihr aus vollem Herzen dem Herrn singt und musiziert;
20 indem ihr Gott, unserem Vater, im Namen unseres Herrn Jesus Christus allezeit und für alles dankt;
21 indem ihr euch in der Ehrfurcht vor Christus einander unterordnet.

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Die Stadt Ephesus (Türkei) war ein Bildungszentrum der Antike

Die Celsus-Bibliothek Von Ephesus – YouTube (Geschichtliches über Ephesus)

Man kann sich vorstellen, dass es die Gemeinde dort nicht leicht hatte und Ermutigung benötigte.

Eine Antwort auf „Gemeindebrief“

  1. Ich denke an einen Gemeindebrief, den wir erhalten haben. Im einleitenden Grußwort geht es um die Kraft zarter Blumen, durch die es im übertragenen Sinne auch uns möglich wäre, unseren verengten Blick zu erweitern, um Einsicht in Vielseitigkeit und Andersdenken zu erlangen. Gott kommt in diesem Wort an die Gemeinde nicht vor. Statt auf SEINE Sicht hinzuweisen, wird die Mainstream-Forderung nach Toleranz für alle Formen des Zusammenlebens und des Denkens propagiert.

    Der „Gemeindebrief“ des Apostels Paulus ist da von ganz anderer Art. Hier werden wie anhand einer Liste die Dinge beim Namen genannt, die Gott in christlichen Gemeinschaften missfallen. Sie sind in klaren Worten formuliert, die nicht weiters erklärt werden müssen. Jeder, der dies liest, sollte sich aber fragen, was er in seinem Leben noch ändern muss. Dies wäre eine echte Erweiterung des Denkens, wenn wir uns fragen was dem Herrn gefällt.

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