Wer gibt, dem wird gegeben

Wenn jemand dieser Welt Güter hat und sieht seinen Bruder darben und verschließt sein Herz vor ihm, wie bleibt dann die Liebe Gottes in ihm?
1. Johannes 3,17

In freien christlichen Gemeinden ist mir nach meiner Bekehrung aufgefallen, dass Spenden und Geben kein Problem ist, sondern eine Art Ehre. Mich quälten damals noch Existenzängste. Die Erzählungen von erfahrenen Christen waren mir immer sehr hilfreich.

So erzählte mir ein Musiker, dass er seine Gage immer spendet und noch verdoppelt. Seither ginge ihm das Geld nie mehr aus. Ich konnte diese Rechnung mit meinem mathematischen Verständnis nicht nachvollziehen, doch half sie mir später beim Erkennen meiner eigenen Herzenshaltung und bestätigte, dass Gott tatsächlich segnet und das Wort – wer gibt, dem wird gegeben – stimmt.

Noch viel mehr könnte ich darüber erzählen, doch wie der Vers sagt, ist es eine Sache des Herzen, wenn die Liebe Gottes in uns fließen kann, dann dürfen wir sie zu Seiner Ehre weitergeben – in welcher Form auch immer.


Eine Antwort auf „Wer gibt, dem wird gegeben“

  1. Meine Kinder, unsere Liebe darf nicht nur in schönen Worten bestehen; unser Tun muss ein echter Beweis dafür sein.
    1. Johannes 3,18

    Der nächste Vers zeigt uns, dass es um Taten geht, um praktische Liebe. Den Hochwasseropfern helfen in ihrer Not keine warmen Worte von Politikern. Es geht um tatkräftige Hilfe und finanzielle Versorgung. Wie schön, dass es so viele in der Bevölkerung gibt, die nicht lange gezaudert haben und mitgeholfen haben, ohne großes Aufheben zu machen. Sie haben damit gezeigt, dass Liebe in unserer Gesellschaft noch reichlich vorhanden ist.

    Abseits der Bewältigung von Not aus Naturkatastrophen gibt es viele Möglichkeiten, seinen Mitmenschen praktische Nächstenliebe zukommen zu lassen. Nicht immer kommt es allein auf Geld an. Immer ist es wertvoll, anderen unsere Zeit zu schenken. Wir können zuhören, den Anderen ernst nehmen und gemeinsam nach Lösungen suchen, denn „gut ist ein Gespräch und zu sagen des Herzens Meinung“ wie Hölderlin es formuliert hat. Und Sinn macht es immer, den Verzweifelten daran zu erinnern, dass er zu Gott beten kann.

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