Weisheit ist gefragt

Die Weisheit von oben her ist zuerst lauter, dann friedfertig, gütig, lässt sich etwas sagen, ist reich an Barmherzigkeit und guten Früchten, unparteiisch, ohne Heuchelei.
Jakobus 3,17

Die Weisheit kommt also von oben her, vergleichbar mit einem Licht, das in die Dunkelheit scheint und alles offenlegt, was sich angesammelt hat. Still wie der Sonnenstrahl am Morgen geht sie auf und zeigt friedfertig und gütig auf das, was ist. Sie lässt sich was sagen, ist reich an Barmherzigkeit und trägt gute Früchte. Wo Weisheit ist, da ist Annahme ohne Heuchelei.

Gleich fällt uns auf, dass es leider auf der Welt ganz anders zugeht. Da ist keine Einsicht im Zusammenleben, da nutzt einer den andern aus, da ist Unfriede und Heuchelei. Wie kann Gott uns helfen, wenn nicht durch unser Bitten, dass ER uns Weisheit schenken mag, Tag für Tag.

Gebet

Lieber Vater, ich bitte dich um Weisheit für unseren Umgang miteinander, dass sie gute Früchte trägt, offen und friedfertig sein lässt und sich jeder vom andern etwas sagen lässt. Segne diesen Tag und lasse uns in deiner Liebe wachsen. Amen

2 Antworten auf „Weisheit ist gefragt“

  1. Platon war es, der die Frömmigkeit als einer der vier Grundtugenden (neben Tapferkeit, Gerechtigkeit und Besonnenheit) durch Weisheit ersetzte. Was vorher die Beziehungen zwischen Menschen und Göttern bestimmte, wurde bei ihm zur humanen Selbstbestimmung. Die Menschen wird dadurch implizit aufgefordert, in sich nach einer Weisheit zu streben, die unabhängig ist von höheren Mächten, also nicht von oben kommt.

    Im Jakobusbrief wird zwischen einer irdischen und einer göttlichen Weisheit unterschieden. Irdisch ist sie, wenn scharfer Verstand und Redegewandtheit zusammentreffen, die aber nur eigene Interessen vertritt, und sei es nur, um die eigene intellektuelle Überlegenheit zu demonstrieren. Dies führt häufig zu Streit und Zwietracht und ist Gott ein Gräuel. Die wahre Weisheit, die von Gott kommt, ist dagegen so, wie sie im Vers beschrieben wird. Eine ihrer guten Früchte ist es, Frieden zu stiften.

  2. Selbstbezogenheit und Egoismus aufzugeben und Aufgaben, die von Gott ohne Anstoß für die Nächsten erledigt werden sollten, sind beitragende Elemente für ein friedfertiges Miteinander. Die Heuchelei zu lassen und ehrlich (lauter) zu sein, wer würde dies sich nicht für alle Menschen wünschen.

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