Die Frucht des Geistes

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.
Galater 5,22-23

Als ich den Text das erste Mal las und davor die Eigenschaften bzw. Laster von uns Menschen, war ich betroffen. Wer kann von sich sagen, dass er diese Tugenden in sich trägt?

Wer kann von sich sagen, dass er keines dieser Laster selbst kennt.

Gal 5,19 Offenbar aber sind die Werke des Fleisches, welche sind: Hurerei, Unreinigkeit, Ausschweifung,
20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Sekten,
21 Neid, Totschlag, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, von denen ich euch vorhersage, gleichwie ich auch vorhergesagt habe, dass, die solches tun, das Reich Gottes nicht ererben werden.

Aus eigener Kraft und Bemühung heraus werden wir keine besseren Menschen.

Wofür wir aber bitten dürfen ist, dass der Heilige Geist uns in allem die richtige Entscheidung aufs Herz legt. Auch ist täglich Buße nötig, weil ER uns dessen überführt, wo es uns noch gebricht.

Gebet

HERR Jesus, du kennst unsere Herzen und siehst in unsere dunkelsten Kammern. Komme mit Dem Licht der Gnade und räume aus, was nicht mehr zu uns gehören sollte. Segne unseren Tag und mache unsere Seelen frei von den Lasten der Sünde. Amen

Eine Antwort auf „Die Frucht des Geistes“

  1. Im Gegensatz zu den Gaben des Geistes (u. a. nachzulesen in 1. Korinther 12,8) wird hier nicht von Früchten, also im Plural gesprochen. Diese Eigenschaften bilden eine Frucht. Der Heilige Geist bringt die Frucht als Ganzes in uns hervor. Es ist nicht so wie bei den Gaben, die in jedem von uns unterschiedlich entwickelt sind. Wer sich vom Heiligen Geist leiten lässt, der kann erkennen, dass in ihm eine ganze Frucht mit verschiedenen Eigenschaften wächst.

    Allen voran ist es die Liebe, aus der die anderen sich entfalten. Wenn es uns schwerfällt, sie zu beschreiben, sollten wir immer an Jesus denken, der uns Menschen so geliebt hat, dass er für unsere Sünden ans Kreuz gegangen ist. Liebe hat immer mit Geben zu tun. In viel bescheidenerem Maße als Christus können wir dies tun, wenn wir einem anderen Menschen Beistand geben, sich um seine Seele sorgen, an ihn denken, ihn ermutigen und für ihn beten. Wir geben ihm unsere Zeit und unsere Unterstützung aus der Frucht des Geistes heraus.

    Echte Liebe ist immer aktiv. So wie Gott uns seinen Sohn gesandt hat, so sollten auch wir erkennen, dass die Liebe immer etwas Aktives ist. Wenn in der Beziehung zu einem anderen Menschen eine „Funkstille“ entstanden ist, so sollten wir auf ihn zugehen und ihm die Versöhnung anbieten, egal ob er im Unrecht ist oder nicht. Die Liebe aus der Frucht des Geistes macht uns den ersten Schritt leichter. Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung werden folgen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.