Ohne Wort Gottes, keine Weisheit

Was können die Weisen Weises lehren, wenn sie des HERRN Wort verwerfen?
Jeremia 8,9

Darum sollen wir desto mehr achten auf das Wort, das wir hören, damit wir nicht am Ziel vorbeitreiben.
Hebräer 2,1

Das mag eine provozierende Überschrift sein, denn in vielen Berufen nützt das Wort Gottes nicht viel, könnte man meinen. Aber es geht hier nicht um berufliche Qualifikation, sondern um Weisheit. Sie braucht es bei jeder Entscheidung. Weisheit ist eine Gesinnung aus dem Glauben heraus, die den HERRN in den Alltag mit einbezieht.

So kann man sich am Anfang im Glauben, wenn wir noch nicht viel von Gottes Wort wissen auch fragen: „Was würde Jesus jetzt tun?“ oder „Was würde Gott dazu sagen“ oder man entscheidet, was näher bei IHM ist und geht dort hin, wo Gemeinschaft mit IHM gepflegt wird. Das kann die Versammlung oder der Hauskreis sein und man lässt das Hobby mal sausen. Oft ist es ein großer Segen, den man erfährt. Weisheit, die wieder ein Stück zur Erkenntnis beigetragen hat, macht glücklich.

So geben wir den Tag wieder in Gottes Hand und erfreuen uns an Seiner Gnade, die uns so viele Geschenke macht. Amen

Eine Antwort auf „Ohne Wort Gottes, keine Weisheit“

  1. Ist hier mit „Wort“ die ganze Bibel oder eine einzelne Stelle gemeint? Dazu ist es hilfreich, wenn wir uns ansehen, wie Leute professionell mit Texten umgehen. Wenn Literaturwissenschaftler analysieren und interpretieren, bedienen sie sich meist der hermeneutischen Methode. Damit ist ein Kreis bzw. eine Spirale des kontrollierten Verstehens gemeint, das vom Teil zum Ganzen und umgekehrt verläuft. Diese Methode geht von der Annahme eines Gesamtsinns aus, der nicht in jedem Fall gegeben sein muss. Bei der Bibel dürfen wir aber davon ausgehen, dass er auf jeden Fall vorhanden ist. Ohne sich dessen bewusst zu sein, wendet wohl jeder, der in der Bibel studiert, die hermeneutische Methode an. Zum Verständnis einer einzelnen Textstelle müssen wir immer auch den Gesamtzusammenhang berücksichtigen. Parallelstellen, die häufig am Rand oder als Fußnote in Bibelausgaben angegeben sind, dienen uns zur Ergänzung und Erläuterung. Hier wird die Regel praktiziert, dass sich die Schrift durch die Schrift erklären soll. Bibelkommentare können gerade bei schwierigen Texten eine wertvolle Hilfe sein. Besonders hilfreich sind sie, wenn dem Leser sachlich die wichtigsten Interpretationsversuche dargestellt werden, damit er selbst entscheiden kann, welche für ihn die schlüssigste Erklärung ist.

    Es ist sicher nützlich, sich beim Bibelstudium immer mal wieder die Frage zur eigenen Methodik zu stellen. Natürlich ist es auch legitim, ohne allen „theologischen Ballast“ einfach in der Bibel drauflos zu lesen und sich auf den Heiligen Geist zu verlassen. Auf jeden Fall sollte man sich aber auch hier mit anderen Lesern austauschen und den Rat von erfahrenen Bibelkennern suchen. Jesus selbst hat den Jüngern nach seiner Auferstehung den Weg gewiesen, sein Wort zu verstehen.

    Dann öffnete er ihnen die Augen für die Schrift und half ihnen, sie zu verstehen. Lukas 24,45

    Jeder, der regelmäßig in der Bibel liest, wird erkennen, dass die Mühsal des Anfangs tausendfach belohnt wird und in eine tägliche Freude übergeht.

    Wie glücklich ist ein Mensch, der Freude findet an den Weisungen des Herrn, der Tag und Nacht in seinem Gesetz liest und darüber nachdenkt. Psalm 1,2

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