Aufwachen und beten

Lass mich am Morgen hören deine Gnade; denn ich hoffe auf dich.
Psalm 143,8

Am Morgen, noch vor Tage, stand Jesus auf und ging hinaus. Und er ging an eine einsame Stätte und betete dort.
Markus 1,35

Automatisch fange ich an zu beten, wenn ich aufwache. Ich weiß, dass Gott mich hört und dass Er meine Gedanken kennt. Es war ein lautes Klirren, das mich aufweckte. Dann hörte ich nichts mehr und ich betete um Schutz und schlief wieder ein. Am Morgen dachte ich nicht mehr daran und als ich mich barfuß ins Bad begab und da saß, entdeckte ich ein zersprungenes Porzellangefäß. Es war kein Splitter in meine Füße gedrungen, was für eine Bewahrung.

Haben solche Kleinigkeiten mit Bewahrung zu tun? Ich denke ja! Denn wo wir vielleicht einen Fehler gemacht haben und an einen Klebe-Haken ein zu schweres Gefäß hängten, kann der HERR vor den Folgen bewahren. Ob klein oder groß, das Unheil wird ER abhalten, so wir darum bitten. Hatte ich doch um Schutz gebeten in der Nacht.

ER wusste schon vor was ER mich bewahren wird.

Eine Antwort auf „Aufwachen und beten“

  1. Im Psalm flehte David zu Gott um Hilfe inmitten großer Schwierigkeiten. Er war bedroht von Feinden, Sorgen drückten ihn nieder. In Vers 5 erinnerte er sich an das, was Gott schon alles für ihn getan hat:

    Ich denke an die vergangene Zeit, grüble nach über dein Tun und überlege, was du geschaffen hast.

    Er streckte seine Hände flehentlich aus zu Gott und bat ihn inständig, dass er ihn bald erhörte und ihn am Morgen die Stimme seiner Gnade aus seinem Kummer reißt, nach einer Nacht des Weinens.

    Auch Jesus nutzte die Stille der Nacht, um zu beten und seinen inneren Kampf auszutragen, der mit seinem Auftrag verbunden war. Mit neuer Kraft sprach er zu seinen Jüngern:
    Lasst uns anderswohin gehen, in die nächsten Orte, dass ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen. Markus 1,38

    An diesen Versen können wir uns ein Beispiel nehmen. Wenn wir in tiefer Nacht mit Sorgen aufwachen, so steht es uns frei zu beten und auf das Morgenlicht hoffen, das uns die göttliche Liebe empfinden lässt. In diesem Vertrauen heraus und, eingedenk dessen, dass unsere geistlichen Sinne völlig abhängig sind von Gott und nur von ihm wahre Erkenntnis kommt, betete der Psalmist:

    Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll; denn mich verlangt nach dir. Psalm 143,8

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