Zorn oder Gelassenheit?

Ich habe die Erde gemacht und Menschen und Tiere, die auf Erden sind, durch meine große Kraft und meinen ausgereckten Arm und gebe sie, wem ich will.
Jeremia 27,5

Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
Matthäus 5,5

Bist du schon einmal wütend geworden, trotzdem du bekehrt bist und weißt, dass die Sanftmut ein Teil der Frucht des Geistes ist?

Hast du trotz aller Gottesfurcht und Liebe zu IHM nicht auch schon mal gedacht, wie lange noch?

Hast du manchmal einen heiligen Zorn über die Torheit und die Eitelkeiten, die in der Welt herrschen?

Dann tröste dich mit dem Wort Gottes, denn es wird erst dann anders werden, wenn ER die Welt gerichtet hat.

Gebet

Herr schenke mir Geduld und Gelassenheit und segne uns mit Weisheit. Amen

Eine Antwort auf „Zorn oder Gelassenheit?“

  1. Wir Menschen haben verschiedene Temperamente. Der eine ist eher Phlegmatiker, der andere neigt zum Choleriker. Die unterschiedlichen Naturen, ob mild oder aufbrausend, sind hier bei den Seligpreisungen nicht gemeint. Diese Sanftmut ist ein Werk der Gnade Gottes. Die Seligpreisungen Jesu sind keine Moralappelle an die Menschen, dass sie in Zukunft friedfertig sein sollen, wie wir das von so mancher Kanzelpredigt her kennen. Jesu zeigt uns, dass wir Sünder sind, dass wir alle arm und hilflos vor Gott sind (Glückselig die Armen). Es ist in seinem Sinne, dass wir über diese Erkenntnis traurig sind (Glückselig die Trauernden). Dies bringt uns zur Demut und Dankbarkeit vor Gott. Nicht unsere Selbstgerechtigkeit, sondern der Heilige Geist, der in uns wirkt, bringt uns zur Sanftmut (Glückselig die Sanftmütigen). Wir können uns noch so sehr bemühen, friedfertiger zu werden, es kann nur durch Gottes Gnade geschehen. Wer diese in seinem Leben tagtäglich erkennt und erlebt, wird auch seinen Mitmenschen gegenüber nachsichtiger sein.

    Sind wir nicht häufig griesgrämig und unzufrieden, wenn in unserem Alltag und in der Gesellschaft nicht alles so ist, wie wir es uns wünschen? Das kann schon beim Wetter am Morgen anfangen, das uns nicht passt. Diese praktizierte Unzufriedenheit ist genau genommen ein Aufbegehren gegen Gott. Da hilft uns das Vaterunser, in dem es heißt:

    Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Matthäus 6,10

    Das versöhnt uns wieder mit den Lebensumständen, unter denen wir zu leiden haben. Auch sie haben wir aus Gottes Hand empfangen. Hadern wir nicht und aufbegehren wir nicht auf dagegen. Ergeben wir uns dagegen Jesus und seiner Führung durch unser Leben, dann werden wir auch Ruhe in unseren Herzen und in unseren Seelen finden. Am Ende wartet eine neue Erde auf uns, auf der es keine Kriege und keine Verbrechen mehr gibt. Darin werden keine mehr sein, die bis zuletzt an Lüge und Sünde festgehalten haben. Auf ihr werden die Sanftmütigen herrschen.

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