Das Los werfen

Das dritte Los fiel auf den Stamm Sebulon für seine Geschlechter. Und die Grenze seines Erbteils war bis Sarid.
Josua 18,10

Dann ließ man das Los über sie entscheiden. Es fiel auf Matthias, der nun als Zwölfter zu den Aposteln gezählt wurde. Apo 1,26

Bis heute ist es bekannt und üblich in bestimmten Situationen, das Los entscheiden zu lassen. Am meisten wird das beim Fußball praktiziert. Was es dazu braucht, ist im Grunde das Akzeptieren aller Teilnehmer um das Wissen, dass der Zufall entscheidet oder eben Gott, je nachdem, ob man gläubig ist oder nicht. Israel jedenfalls wusste, dass es sich um göttliches Los handelte.

Die Annahme dessen, was einem zufällt, entscheidet über Erfolg und Misserfolg im Leben. Es scheint so, als wäre alles eine „Glückssache“, in welche Familie man hineingeboren ist, ob man geliebt wird oder nicht, ob man krank ist oder gesund. Das Los ist bereits gefallen. Du bist in einer Kultur groß geworden und hast gelernt das Leben zu meistern oder auch nicht. Alles ist Zufall oder Schicksal… Ja und nein.

Wenn du dein Leben mit Jesus beginnst, dann ist das ein Wandel zum Guten. Es kommt Ordnung in dein Leben aber auch Anfechtung, denn der Böse will dich nicht loslassen, der das Los der Sünde über die ganze Menschheit warf.

Jesus ist dennoch größer, weil ER Gottes Sohn ist und am Kreuz die Sünde schon gesühnt hat. Jetzt, wo du Ja sagst zu IHM, hast du auch die Chance, dem ewigen Tod zu entrinnen und das lässt dich gelassener mit deinem Schicksal umgehen. Du weißt auch, wen du bitten kannst. ER ist es, der Heilung und Segnung schenkt.

Ja, HERR, ich will mit Dir leben und ich nehme das Los, das mir auferlegt ist, an. Hilf mir dabei, es zu tragen und verändere mich so, wie du mich haben willst. Amen

Eine Antwort auf „Das Los werfen“

  1. Nicht gemeint ist im Sinne der Bibel ein Losen, das Bestandteil eines Orakels ist. Das wäre der Wunsch des Menschen, in die Zukunft zu blicken, eine heidnische Praktik der schwarzen Magie und damit Zauberei, die von Gott verurteilt wird. Mit Losen kann man aber wie in Josua eine Entscheidung herbeiführen, die von den Beteiligten dann anerkannt werden muss. Weil der Mensch sich schwertut, jedem Gerechtigkeit zukommen zu lassen, greift er zu diesem Notbehelf. Früher hat man im Fußball entscheidende Spiele, die oft auch nach der Verlängerung noch unentschieden standen, durch den Loswurf des Schiedsrichters entschieden. Man hat dies dann abgeschafft und durch den Wettbewerb des Elfmeterschießens ersetzt. Man ist inzwischen froh darüber, weil man die heutige Praxis als gerechter empfindet.

    Wer einen Besitz vererben will, könnte auch auf einen Losentscheid kommen. In den seltensten Fällen kann aber von einer Aufteilung in objektiv gleichwertige Anteile gesprochen werden. Es geht fast immer auch darum, zu wem das jeweilige Erbe besser passen könnte, wobei Fähigkeiten, Neigungen und moralische Bewertungen der möglichen Nachbesitzer eine Rolle bei den Überlegungen spielen. Dies ist keine leichte Entscheidung bei der Abfassung eines Testaments und bedarf reiflicher Überlegung. Um dies zu umgehen, könnte man dazu kommen, ein Los entscheiden zu lassen. Ich halte nichts davon, weil ich der Meinung bin, dass es dadurch zu ganz und gar ungerechten Lösungen kommen kann. Man betrachte nur einmal den fiktiven Fall, wenn einer der Söhne schon von klein auf Bauer werden wollte, der Hof aber durch Los an den Mathematikprofessor fällt. Das menschliche Leben besteht auch aus Entscheidungen, vor denen man sich nicht drücken kann. Dies wäre auch dann der Fall, wenn man vor dem Loswurf Gott mit Gebet einen Auftrag einer gerechten Lösung erteilen würde. Das Orakeldenken aus heidnischen Zeiten kommt sonst allzu leicht wieder zum Vorschein.

    Eine andere Sache ist es, wenn es gilt, das Schicksal anzunehmen, das einem bestimmt ist. In diesem Fall ist es ja Gott, der einem ein Los zuteilt. Er hat dazu „nicht gelost“, sondern uns in seiner unendlichen Weisheit etwas zugeteilt, bei dem wir uns bewähren müssen. Wenn es ein schweres Los ist, das wir tragen müssen, dann können wie zeitlebens darüber klagen, und damit Gott anklagen, oder wir stellen uns der Aufgabe und bewältigen sie in seinem Sinne.

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