Zwei Herzen in einer Brust?

Entweder wird er den einen bevorzugen und den anderen vernachlässigen oder dem einen treu sein und den anderen hintergehen.
Matt 6,21

Dieser Satz stammt aus der Bergpredigt und es scheint mir wichtig darüber zu reden, zumal ich heute aus dem Psalm 119 zuerst las: 119,18

Öffne du mir die Augen, / damit ich erkenne die Wunder in deinem Gesetz.

Was Jesus in der Bergpredigt erwähnt, betrifft unsere menschlichen Begierden. Sie rufen „noch mehr, noch mehr“. Deswegen wird Habgier auf eine Stufe mit andern Sünden gestellt (Off 22,15)

Hier hilft der Vers: Öffne du mir die Augen, / damit ich erkenne die Wunder in deinem Gesetz. Paulus sagte ja, dass das Gesetz die Sünde überführt.

Was bedeutet das?
Gott möchte, dass wir mit „ganzem Herzen“ im Wort Gottes zuhause lesen und uns durch den Glauben verändern lassen, zum Guten hin. Denn wir Menschen neigen dazu es zu vernachlässigen sodass wir den Begierden anheimfallen.

Ein Buch zur Hilfe „Frei werden“ v. Inge Witt


Eine Antwort auf „Zwei Herzen in einer Brust?“

  1. Habgier ist eine Sünde, die uns von Gott trennt. Sie ist nicht leicht zu definieren. Mir gefällt diese ganz einfache Charakterisierung in der Andacht: Habgier ist dieses Rufen nach „noch mehr, noch mehr“. Es ist nicht genug, was man hat. Obwohl es reicht, will man mehr und mehr. Es müssen nicht allein materielle Dinge sein, von denen man nicht genug zu haben meint. Es kann auch die Sucht nach Leistungen sein, wie z. B. im Sport. Wenn einem die Ziele nicht reichen und man nie zufrieden ist mit dem Erreichten.

    Allzu leicht vergisst man, dass uns dies alles nur geschenkt wurde von einem gütigen Vater. Der Mensch verhält sich oft wie ein Kind, dem auf sein Betteln hin ein Eis gekauft wird, das aber daraufhin noch eins will und noch eins mehr. Ein liebender Vater wird ihm nicht jedem seiner Wünsche nachgeben, nur so weit eben, wie es dem Sprössling guttut. Es ist eben eine Frage des rechten Maßes. Da haben wir Menschen leider oft einen Hang zum Maßlosen. Dies gilt auch für das Umgekehrte. Wir dürfen nicht einem religiösen Rigorismus verfallen, indem wir jeglichen Besitz verteufeln. Freuen und froh sein darf man über das, was einem geschenkt wurde und den loben, dem man alles verdankt.

    Und wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den HERRN, deinen Gott, loben für das gute Land, das er dir gegeben hat. 5. Mose 8,10

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