Hör mir gut zu, Mensch!

Hör mir gut zu, Mensch, und nimm dir meine Worte zu Herzen!
Hes 3,10

Als ich heute im Hesekiel 1 las, da kam mir seine Vision im ersten Kapitel schon etwas merkwürdig vor und ehrlich gesagt, ich hab sie nicht ganz verstanden. Mein Vertrauen in Gottes Wort ist auf alle Fälle größer als mein Verstehen.

Damals erschien Gott und sprach zum Propheten. Vieles war geheimnisvoll, doch seit Jesus ist offenbar, wie der lebendigen Gott ist – allmächtig, allwissend, alles sehend und vieles mehr… so erschließt es sich jetzt auch was ich heute in Hesekiel 1 las (siehe unten).
Dies alles steht doch für einen Gott, der zu beschreiben fast unmöglich ist…

Dabei hat Gott in Jesus, seinem Sohn alles verkörpert, was uns dann begreifbar wurde. Die Schatten die vorausgingen als Worte, wurden mit IHM lebendig. Jesus als starker Löwe, wie er in den vier Gesichten beschrieben ist, gleichzeitig als Adler, der uns auf den Flügeln trägt und neue Kraft verleiht. Der stärker ist als der Stier und sanftmütig wie ein Menschenkind. Diese Gesichte die Hesekiel sah, deuten auf den kommenden Menschensohn hin.

Der HERR (die Stimme) macht ihn aufmerksam darauf, dass die Botschaft, die er verkünden soll, weitergesagt werden muss, sonst fordert Gott das Blut derer, die es nicht von ihm vernommen haben, von ihm, dem Hesekiel. Was für ein Auftrag? !

Ich denke da an Jesu letzte Worte an seine Nachfolger. Er legte ihnen ans Herz, die Heilsbotschaft weiterzugeben.

Röm 10, 14 Doch wie sollen sie den anrufen, an den sie nicht glauben? Und wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Und wie sollen sie von ihm hören, wenn ihnen keiner die Botschaft bringt?

Das bringt es auf den Punkt! Paulus schrieb auch an die Korinther:

2 Kor 4,13 Doch weil wir denselben Geist des Glaubens besitzen, von dem es in der Schrift heißt: „Ich vertraute auf Gott, darum habe ich geredet“,1 so glauben auch wir und darum reden wir auch. 14 Denn wir wissen, dass der, der den Herrn Jesus auferweckt hat, auch uns mit Jesus auferwecken und zusammen mit euch vor sich hintreten lassen wird. 15 Das alles geschieht für euch, damit immer mehr Menschen von der Gnade Gottes erreicht werden und den Dank zur Ehre Gottes vervielfachen.

Hab Dank HERR für Dein wunderbares Wort. Amen


Hesekiel 1,3..

Da sah ich plötzlich einen Sturm herantoben. Er kam aus dem Norden. Und ich sah eine mächtige Wolke, ein zusammengeballtes Feuer, das von einem strahlenden Glanz umgeben war. Mitten im Feuer glänzte es wie Gold. 5 Dort erblickte ich vier Lebewesen, die wie Menschen aussahen. 6 Doch hatte jedes von ihnen vier Gesichter und vier Flügel. 7 Ihre Beine standen gerade, aber ihre Fußballen waren wie die eines jungen Stiers. Sie funkelten wie geglättetes Kupfer. 8 Unter ihren Flügeln hatten sie an allen vier Seiten Menschenhände. Alle vier hatten Gesichter und Flügel; 9 und mit den Enden der ausgespannten Flügel berührten sie sich gegenseitig. Sie konnten sich in alle Richtungen bewegen, ohne sich umzudrehen. 10 Jedes der vier Lebewesen hatte vorn das Gesicht eines Menschen, rechts das eines Löwen, links das eines Stiers und hinten das eines Adlers. 11 Zwei ihrer Flügel waren nach oben hin ausgespannt und berührten die des anderen Wesens. Und zwei verhüllten ihren Körper. 12 Sie gingen, wohin der Geist es wollte, und keines von ihnen musste sich dabei umdrehen. 13 Mitten zwischen den Lebewesen war etwas, das aussah wie brennende glühende Kohlen und wie Fackeln, deren Feuer zwischen ihnen hin- und herzuckte. Das Feuer leuchtete hell, und Blitze schossen aus ihm. 14 Auch die Lebewesen selbst liefen hin und her. Es sah aus wie ein Wetterleuchten.
15 Als ich die Lebewesen näher betrachtete, sah ich an der Vorderseite von jedem ein Rad, das den Boden berührte. 16 Alle Räder waren gleich gebaut und funkelten wie Edelsteine. Es sah aus, als ob ein Rad mitten im anderen wäre, 17 sodass sie nach allen vier Richtungen laufen konnten, ohne gedreht zu werden. 18 Ihre Felgen hatten eine gewaltige Höhe und waren furchtbar anzusehen: Sie waren alle vier voller Augen. 19 Wenn die Lebewesen sich fortbewegten, bewegten sich auch die Räder mit ihnen, und wenn sie sich von der Erde erhoben, erhoben sich auch die Räder. 20 Sie gingen, wohin der Geist es wollte. Die Räder hoben sich immer mit den Lebewesen, denn sie wurden von ihrem Geist bewohnt. 21 Ganz gleich, ob sie sich bewegten oder stillstanden oder sich von der Erde erhoben – die Räder taten dasselbe, denn der Geist der Lebewesen lenkte sie.
22 Über den Köpfen der Lebewesen war etwas ausgebreitet, das wie eine Wölbung7 aussah, wie funkelndes Eis, furchteinflößend. 23 Unter der Wölbung hielten die Lebewesen je zwei ihrer Flügel ausgespannt. Mit den Enden dieser Flügel berührten sie sich gegenseitig, und mit den zwei anderen verhüllten sie ihren Körper. 24 Wenn sie sich bewegten, vernahm ich das Geräusch ihrer Flügel. Es hörte sich an wie die Brandung des Meeres, wie die Stimme des Allmächtigen, wie ein hallendes Tosen, wie der Lärm eines Heerlagers. Wenn sie stillstanden, ließen sie ihre Flügel sinken.
25 Doch wenn sie mit gesenkten Flügeln standen, hallte eine Stimme von oberhalb der Wölbung über ihren Köpfen. 26 Denn über der Wölbung befand sich etwas, das wie ein Saphir8 aussah, wie ein Thron, und auf dem, was wie ein Thron aussah, war eine Gestalt zu erkennen, die einem Menschen glich. 27 Oberhalb von dem, was wie seine Hüften aussah, war so etwas wie helles Gold, wie Feuer, das ringsum ein Gehäuse hat. Auch unterhalb sah ich so etwas wie ein loderndes Feuer mit einem Lichtglanz darum. 28 Das strahlende Licht um ihn herum sah wie der Bogen aus, der am Regentag in den Wolken erscheint. So zeigte sich die Herrlichkeit Jahwes. – Als ich das sah, warf ich mich nieder auf mein Gesicht. Dann hörte ich jemand reden.

Eine Antwort auf „Hör mir gut zu, Mensch!“

  1. Für Propheten steht am Anfang ihrer Mission ein Erlebnis, bei dem sich Gott in seiner Herrlichkeit zeigt. Damit ermöglichte er ihnen den Zugang zu seinem Auftrag und dies unterschied sie von den falschen Propheten, die bis heute von ihren selbstersonnenen Visionen geleitet werden. Hesekiel schildert das, was er von der Herrlichkeit Gottes sehen durfte, in Bildern, die uns nicht auf Anhieb eingängig sind. Sie korrespondieren nicht mit unserer Erfahrungswelt. Wie sollten sie auch, wir haben so etwas noch nie gesehen. Der Prophet kann hier nur Andeutungen machen.

    Wenn wir es lesen, dann sollten wir nicht enttäuscht sein und diesen Erfahrungsbericht des Hesekiel, wie auch den der Offenbarung des Johannes, als verworren und unverständlich bezeichnen. In der Diskussion um das wahre Verständnis der Kunst kam der Begriff des „Banausen“ auf. Das ist einer, dem es an Intellekt, Feingefühl und Bildung fehlt, sich trotz seines Unvermögens aber erdreistet, große Werke als unverständlich abzuwerten. Was für Kunst und Kultur gilt, könnte man auch übertragen auf das größte literarische Werk, das dem Menschen je geschenkt wurde, der Bibel. Wenn wir nicht alles verstehen, was darin steht, dann ist es unser eigenes Unvermögen. Ich erkenne an, dass ich diese vom Propheten geschilderten Bilder nicht alle nachvollziehen kann. Ich sehe aber, dass ihm etwas unerhört Beeindruckendes gezeigt wurde. Nachdem Hesekiel solches gesehen hatte, erhielt er den Sendungsbefehl. Geholfen hat ihm dabei der Heilige Geist. Dieser ist auch die große Hilfe für uns, wenn wir mit unserem Verstand allein nicht weiterkommen.

    Und als er so mit mir redete, kam der Geist in mich und stellte mich auf meine Füße, und ich hörte dem zu, der mit mir redete. Hesekiel 2,2

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