Wir haben einen liebenden HERRN

Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben. Psalm 34,19

Wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus. 2. Korinther 1,5

Gestern hat mich plötzlich die Traurigkeit überfallen und ich zog mich noch mehr zurück als sonst, was ja durch Corona sowieso bedingt ist. Ich ging in meinen untergestellten Wohnwagen und hörte dort Jesaja an.

Da der HERR in mein Herz sah und ich IHM im Gebet meine Traurigkeit anbefahl, schickte er mir wieder Freude. Es kamen zwei Mädels mit ihrem Vater auf unserem Weg zum See vorbei, die im letzten Sommer öfter bei mir waren. Welch ein guter Gott, der unser Gebet erhört, der unsere Nöte kennt und uns wieder reichlich segnet.

Gebet
Herr ich will dir danken, dass wo wir trostlos sind und ohne Hoffnung, du sogar in den kleinen Dingen des Lebens, eingreifen kannst. Auch wenn Ungläubige, das als Zufall sehen, ich weiß, dass nur Du mein Herz und meine Not kennst und mir zeigen willst, dass Du immer für mich da bist. Amen

Eine Antwort auf „Wir haben einen liebenden HERRN“

  1. Im griechischen Text des Korintherbriefs steht paraklesis, das durchgängig mit „Trost“ übersetzt wird. Darin steckt para und kaleo, also „(her)bei“ und „rufen“. Jemand benötigt Hilfe. Er ruft oder ein anderer ruft für ihn danach. Dem, der sich in Bedrängnis befindet, kann der Zusammenhang verloren gegangen zu sein. Er fragt vielleicht nach dem Sinn von Leid, das ihm widerfahren ist. Statt Gott anzuklagen, kann er ihn auch um Hilfe bitten. In der Person Jesus hat er ein leuchtendes Beispiel, das ihm zeigt wie man mit dieser Not umgeht. Er hat das Leid für uns angenommen, um uns zu retten. Nach seiner Himmelfahrt steht der Heilige Geist für unsere Hilfe bereit.

    Alle haben wir die Notrufnummer des Rettungsdienstes parat. Wir vertrauen auf sie und wählen sie sofort, wenn etwas passiert ist und wir Hilfe benötigen. Wir wissen, dass uns ein Rettungssystem zur Verfügung steht, das effektiv ist und sich bewährt hat. Entscheidend ist aber die Erstmeldung. Wir rufen im Ernstfall ohne lange Überlegung diese Nummer an, weil wir großes Vertrauen in die Rettung haben. Tun wir das auch beim seelischen Notfall? Der Trost kann nur wirken, wenn wir in das Rettungssystem Gottes alles Vertrauen setzen. Das Herbeirufen der Hilfe gehört auch hier notwendigerweise dazu. Bitten wir darum, dass wir auch in schlimmen Situationen, die vielleicht auf uns zukommen können, den Blick wenden können. Im Irdischen werden wir immer nur einen schwachen Trost für unsere Leiden finden. Einzig Gott kann uns wirklich helfen. Wenn wir ihn herbeirufen, dann wenden wir unseren Blick vom Jammertal hinauf zum allumspannenden Himmel und der wahre Trost wird uns zuteil.

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