Der Mensch tut, was er will…

Die Frau nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß. 1. Mose 3,6

Kann denn ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen? Lukas 6,39

Durch den Sündenfall wissen wir, wie der Teufel an des Menschen Begierden herankommt und sie verführt. Mit einer Lüge hat er den Willen Gottes vereitelt. Wenn wir uns die Welt ansehen und die Menschen, wie sie sich entwickelt haben, könnte man meinen, der Teufel hat seine Zielgerade in die Vernichtung eingeleitet.

Gott lässt das Leid zu, weil wir uns nicht nach Seinen Regeln verhalten. Trotzdem wir es nicht verdient haben, hat Er uns einen Ausweg gezeigt und Jesus kam, um uns von der Verdammnis zu retten. Es gibt noch ein Reich, von dem Er sprach. Er geht voraus, um denen eine Wohnung zu bereiten, die IHM folgen.

ER wird alles neu machen, das ist unser Trost. Warten wir also auf Seinen Tag, an dem er in einem Augenblick alles tut, wie es verheißen ist. Die Bibel gibt uns Kenntnis darüber, deshalb sollten wir sie auch lesen und nicht im Regal verstauben lassen. Wer lieber das Wort hört, der kann sich eine Hörbibel zu Gemüte führen. Jeden Tag zwei Kapitel – soviel Zeit mag sein.

Herr segne alle, die nach Dir suchen und ermutige uns in diesen Zeiten mit Deinem heiligen Wort. Amen

Eine Antwort auf „Der Mensch tut, was er will…“

  1. Den beiden heutigen Texten ist gemeinsam, dass in ihnen eine deutliche Warnung an den Menschen ausgesprochen wird. Der Mensch ist angefochten und sein Wille ist beeinflussbar. Zu leicht wird er verführt, den einzig richtigen Weg zu verlassen.

    Ich lese gerade von einer Besteigung des Matterhorns. Ein gut trainierter Bergwanderer ist nach Zermatt gefahren und will sich einen Traum erfüllen. Einen erfahrenen Führer zu engagieren wäre ein sicherer Weg, allerdings hat das in der Schweiz seinen Preis. In einem Hotel hat ihn ein anderer Urlauber darauf gebracht, es auf eigene Faust zu versuchen: „Ich werde es selbst in den nächsten Tagen probieren. Da gibt es gute Karten und es sind gewiss Markierungen vorhanden. Die Bergführer hier sind unverschämt teuer.“ Der Mann bietet ihm am Ende der Unterhaltung noch an, dass er sich ihm anschließen könne. Zusammen würde es noch besser gelingen, den Gipfel zu erreichen. Das klingt verlockend, der Zuhörer überlegt. Man könnte es ohne professionelle Hilfe versuchen. Das kann aber schon nach bald zu Problemen führen, weil der richtige Aufstieg eben nicht so eindeutig beschildert ist wie ein Wanderweg im Schwarzwald und der Schwierigkeitsgrad und das Risiko ungleich höher sind. Außerdem wäre dieser Bergbegleiter im Ernstfall keineswegs eine Hilfe, weil er im Hochgebirge genauso unerfahren ist wie er selbst. Am nächsten Tag bucht er einen Bergführer, mit dem er schließlich den Gipfel sicher erreicht.

    Wie wir in der Losung von heute sehen, kam eine Einflüsterung von falscher Seite mit fatalen Folgen schon am Anfang der Bibel vor. „Ihr werdet sein wie Gott“, sprach die Schlange zur Eva. Auch im Gleichnis vom Blinden, der einen anderen Blinden führen will, spricht Jesus das gleiche Thema an. Beide Male geht es um die trotzige Eigenmächtigkeit des Menschen, die ihn dazu verleitet, eigene Wege zu gehen und die Weisungen Gottes abzulehnen. Wer erfahrene Führung nicht in Anspruch nimmt und sich lieber einem Blinden anvertraut, begibt sich in höchste Lebensgefahr.

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