Andacht Heute

Bleibt in meiner Liebe

Wie mich der Vater liebt, so liebe ich euch. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr nach meinen Geboten lebt, wird meine Liebe euch umschließen. Auch ich richte mich nach den Geboten meines Vaters und lebe in seiner Liebe. Das alles sage ich euch, damit meine Freude euch erfüllt und eure Freude dadurch vollkommen wird.
Johannes 15,9-11

Um es noch kürzer zu sagen: Es kommt darauf an, in der Liebe zu bleiben. Dadurch kommt die vollkommene Freude durch Jesus in uns. Aufkommende Einschränkungen – oft eingeleitet durch das Wort „aber“ – sollten unbeachtet bleiben. Wir werden geliebt und wir dürfen in der Liebe bleiben. Zweifel fallen ab, Freude kommt auf. Und jetzt nicht wieder denken: Dieses Gefühl wird nicht lange anhalten. Lassen wir das ständige „nicht“ weg. So dürfen wir die Liebe Gottes genießen, vollkommen im Licht stehen, ohne „Wenn und Aber“, ohne „geht nicht!“, ohne „wie lange wird das anhalten?“. Wir fangen ganz ohne Anstrengung an zu beten: „HERR Jesus, ich danke dir, dass du uns befreit hast von der trennenden Sünde und uns die Liebe geschenkt hast, in der wir immer bleiben dürfen!“

Es muss auch mal reichen

Der Herr richte eure Herzen auf die Liebe Gottes aus und auf die Geduld des Christus. Und im Namen unseres Herrn Jesus Christus ordnen wir an: Zieht euch von jedem Bruder zurück, der unordentlich lebt und sich nicht an das hält, was wir euch gelehrt und weitergegeben haben.
2. Thessalonicher 3,5-6

Es gibt Menschen, die sich als unbelehrbar erweisen und lieber ihre eigenen Wege gehen wollen. Sie wollen sich das Recht herausnehmen, auch eindeutige Worte der Bibel für ihre Zwecke umzuformen oder ganz neue Aspekte hineinzupflanzen. Es geht um die zentralen Grundlagen des Christseins, die durch sie infrage gestellt werden. Wenn es darüber keine Übereinstimmung gibt mit den Anschauungen dieser Leute, und sie ein Leben in Unordnung vorziehen, dann gibt es für Paulus keine andere Möglichkeit, als sich von ihnen zurückzuziehen. Wenn man alles erlaubt in einer christlichen Gemeinschaft, dann zieht unweigerlich Chaos ein. Diese Entwicklung wird niemals im Sinne Gottes sein. Bei aller Nächstenliebe, die von einem Christen gefordert wird – oft gerade auch von Nichtchristen – , sind auch dessen Ressourcen beschränkt. Dies gilt auch gerade für die Zeit, welche für die Überzeugungsarbeit an Unbelehrbaren verloren geht. Man kann es erleben, wenn jene mit zäher Regelmäßigkeit Christen vereinnahmen wollen, um sie von ihren abweichenden Thesen zu überzeugen. Irgendwann muss man erkennen, wenn es damit reicht. Paulus hätte in seinem Missionsdienst nicht voranschreiten können, wenn er sich nicht hätte losreißen können von jenen, die lieber weiter im Irrtum verharren wollten.

Der Heilige Geist in uns

Der Geist ist’s, der da lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben.
Johannes 6,63

Nicht dass wir von uns aus tüchtig wären, etwas zu erdenken als aus uns selbst, sondern unsere Tüchtigkeit ist von Gott, der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.
2. Korinther 3,5-6

In diesen Versen sind zwei Warnungen an uns formuliert. Jesus möchte nicht, dass wir seine Worte weltlich verstehen, denn dann hätten sie ihren Sinn verfehlt. In den Gleichnissen kommt ein geistiges Geschehen zum Ausdruck, die verwendeten Geschichten sollen nur deren Gehalt veranschaulichen. Im Brief des Paulus wird gewarnt vor einem Entlebendigen der heilenden Botschaft durch das Kleben am Buchstaben. In beiden Fällen wird verhindert, dass der Heilige Geist uns im Denken erfrischen kann. Wer zu sehr dem Weltlichen frönt, denkt nur in den Kategorien von Erfolg und Vorwärtskommen, die unsere Gesellschaft prägen. Wer sich an Buchstaben klammert, der behindert den frischen Quell echter Erkenntnis. Zurück bleiben allein dem Gesetz verhaftete Moralapostel, die alles Lebendige wie ein Insekt töten und in das konservierende Harz der Begrifflichkeit einbetten, ohne zu verstehen, was da vor ihren Augen abläuft.

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?
1. Korinther 3,16