Andacht Heute

Der Weg zum guten Gespräch

Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz seines Herzens das Böse hervor; denn wovon sein Herz voll ist, davon redet sein Mund.
Lukas 6,45

Es handelt sich hierbei nicht um eine Anleitung für gelingende Kommunikation. Es geht nicht nur um das richtige Formulieren, also um den Verstand allein. Dafür gibt es inzwischen jede Menge Ratgeberliteratur. Ein Beispiel ist das dreibändige Grundlagenwerk „Miteinander reden” von Friedemann Schulz von Thun über Kommunikationsmodelle, Missverständnisse und Gesprächsdynamiken. So etwas ist sicher wertvoll und kann uns helfen, uns gegenseitig besser zu verstehen.

Was Jesus uns in diesem Vers sagt, geht jedoch weit darüber hinaus. Er drückt eine Wahrheit aus, die uns zum Nachdenken bringen soll, bevor wir unsere Gedanken äußern. Wir sollten uns fragen, wie es in unserem Herzen aussieht. Gute Gespräche entstehen dort, wo Menschen innerlich geklärt sind. Verletzende Gespräche entstehen hingegen dort, wo Unruhe, Angst oder Bitterkeit vorherrschen. Schauen wir genau hin, was hier geschrieben steht! Jesus sagt nicht: „Rede freundlich!” Er sagt: „Ein gutes Herz bringt gute Worte hervor.“

Licht und Dunkelheit

Aber der Pfad des Gerechten ist wie der Glanz des Morgenlichts, das immer heller leuchtet bis zum vollen Tag. Der Weg der Gottlosen ist dichte Finsternis; sie wissen nicht, worüber sie straucheln.
Sprüche 4, 18-19

Stehen wir im Leben nicht oft vor Weggabelungen? Welche Ausbildung soll ich machen? Welchen Partner soll ich wählen? In welche Kirchengemeinde soll ich gehen? Es müssen nicht immer die großen Entscheidungen sein, auch im Alltag fragen wir uns oft, was wir tun sollen. In unseren Versen geht es um einen starken Kontrast. Da ist vom „Dunkel” die Rede, das für innere Unruhe, Verwirrung und Selbsttäuschung steht. Wer ohne Orientierung lebt, stolpert leichter über das, was er nicht sieht. Er weiß nicht einmal, was ihn ins Straucheln gebracht hat.

Der Weg im Licht, den die Gerechten einschlagen, ist ein Bild für Orientierung im Leben. Diese entsteht nicht auf einen Schlag, sondern wächst. Die Gerechten sind nicht das Licht, aber ihr Weg wird hell für sie. Selbst wenn der Anfang noch grau und unsicher ist, wenn ihre Ausrichtung stimmt, nimmt das Licht immer mehr zu. Es ist ein Prozess zunehmender Klarheit. Das Licht macht die Welt für einen Gläubigen erkennbarer. Wer sich an Gottes Weisheit orientiert, sieht Zusammenhänge deutlicher – im eigenen Leben, in Beziehungen und bei Entscheidungen. Gerade in Krisenzeiten kann dieses Bild vom zunehmenden Glanz auf dem Weg Mut machen. Das Licht wächst nicht durch Leistung, sondern durch Treue im Gehen.

Vorsicht bei Heilungsveranstaltungen

„Leidet jemand unter euch? Er bete“
Jakobus 5,13

Ich möchte heute auf einen Artikel von Markus Mayer hinweisen. Hier wird überzeugend dargelegt, dass die Lehre „Gott will jeden körperlich heilen“ weder dem Neuen Testament entspricht noch der Realität biblischer Beispiele. Christen können krank sein, ohne dass dies ein Glaubensmangel wäre; viele charismatische Heilungspraktiken beruhen auf falscher Exegese, psychologischem Erwartungsdruck und nicht überprüfbaren „Heilungen“. Die angemessene biblische Antwort auf Krankheit ist Gebet, Vertrauen und gegebenenfalls medizinische Hilfe – nicht der Besuch von Heilungsveranstaltungen.

https://www.evangeliums.net/fragen/frage_irrlehre_bei_heilungsveranstaltungen.html