Andacht Heute

Gedanken beim Skilanglauf

Es ist ein Geschenk des HERRN, wenn die Schritte eines aufrichtigen Menschen fest und sicher werden. An seinem Weg hat der HERR Gefallen. Wenn ein solcher Mensch dann doch einmal hinfällt, bleibt er nicht hilflos liegen, denn der HERR hält ihn an der Hand.
Psalm 37,23-24

Gestern Morgen erhielt ich einen Anruf eines Glaubensbruders, der mich fragte, ob ich mit ihm zum Langlaufen in die nahe gelegenen Berge kommen wolle. Das Wetter war prächtig: nicht zu kalt und blauer Himmel. Wir hatten beide diesen Wintersport seit zwei Jahren nicht mehr betrieben und waren froh, eine frisch präparierte Loipe vorzufinden. Die feste Spur im Schnee gab uns schnell die notwendige Sicherheit zurück und wir waren mit viel Freude unterwegs.

Dieses Bild der Loipe erinnerte mich an die Spur Gottes, die er für unser Leben anlegt. Wenn wir uns daran orientieren, werden wir uns sicher vorwärtsbewegen. Wir können nebenbei die Landschaft genießen und müssen nicht ständig Angst haben, zu straucheln. Und wenn das doch einmal passiert, werden wir weich fallen und wieder aufstehen, weil der HERR uns vor Schlimmerem behütet.

Gebet:
HERR, in deiner Spur gleiten wir sicher dahin. Wo du die Loipe ziehst, wird unser Weg leicht. Deine Spur trägt, wo unser eigener Schritt schwanken würde. Du führst uns sicher durch die Welt, du schenkst uns Halt und Frieden.

Diese Worte gelten auch uns

Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Mann der Bosheit seine Gedanken! Und er kehre um zu dem HERRN, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unserem Gott, denn er ist reich an Vergebung!
Jesaja 55,7 (Elberfelder)

Hast du dich gegen Gott aufgelehnt? Bist du eigene Wege gegangen und eigenen Plänen gefolgt? Dann hör auf damit! Kehr deinem alten Leben den Rücken und komm zum HERRN! Er wird sich über dich erbarmen, denn unser Gott ist gern zum Vergeben bereit.
Jesaja 55,7 (Hoffnung für alle)

Wörtliche Übersetzungen wie die Elberfelder Bibel halten sich eng an die hebräischen Begriffe, weshalb darin der „Gottlose” und der „Mann der Bosheit” vorkommen. Aber gelten diese Worte nur für Frevler und Schurken, oder kann man sie, wie die Übersetzung „Hoffnung für alle” es tut, verallgemeinern? In dieser Version werden wir alle angesprochen. Geht das nicht zu weit?

Zunächst richtet Gott seine Worte an Israel. Das ganze Volk ist von Gottes Wegen abgewichen. In den Versen zuvor sehen wir jedoch, dass sich Gott mit seinem Ruf an „alle Durstigen” (V. 1) und an „alle, die suchen” (V. 6) wendet. Damit sind nicht nur „die Kriminellen” gemeint, sondern alle – das ganze Volk Israel und alle, die diese Worte hören. Für Gott gibt es keine „guten“, „schlechten“ und „weniger schlechten“ Menschen, wie wir es gerne in moralisierender Weise differenzieren, sondern Menschen, die ihn suchen, und Menschen, die ihn nicht suchen oder ihn wieder verlassen. Im Neuen Testament steht: „Alle haben gesündigt“ (Röm 3,23) und „Keiner ist gerecht“ (Röm 3,10). Wenn wir also alle Sünder sind, dann gilt der Ruf zur Umkehr jedem von uns und nicht nur den – in unseren Augen – besonders bösen Menschen.

Was läuft denn hier ab?

Jetzt ist die Zeit der Gnade! Begreift doch: Heute ist der Tag der Rettung.
2. Korinther 6,2

    Es konnte ja nicht schnell genug gehen, die letzten deutschen Atomkraftwerke außer Betrieb zu nehmen und sie dann zu sprengen. Weniger Eile war offenbar geboten, sinnvolle Maßnahmen zur Energieversorgung der Zukunft zu treffen. Da wurde auf Wasserstoff verwiesen, obwohl bekannt ist, dass dazu riesige Mengen an Strom nötig sind und am Ende nur 25 % der ursprünglich eingesetzten Energie übrigbleiben. Der Aufbau für die benötigte Infrastruktur würde Jahrzehnte dauern. Einerseits herrscht große Ungeduld und Aktionismus beim Zerstören der bestehenden Energieversorgung, andererseits wird bei der Aufrechterhaltung einer Illusion die offensichtliche Passivität mit Gleichmut ertragen. Das Ausland ist mehr als verwundert, wie eine Industrienation wie die unsere sehenden Auges ihren Niedergang betreibt.

    Im Leben von Nichtchristen spielt sich Ähnliches ab. Da werden Dinge mit großem Elan und Dringlichkeit betrieben, wie die Aufwertung des eigenen Körpers, das Auto, die Kleidung, die Unterhaltung mit dem Smartphone, und all das, was heute so wichtig erscheint. Die Sache mit Gott, ob einmal das ewige Leben auf einen wartet, erscheint dagegen nebensächlich zu sein. Solche Fragen sind nicht so dringlich, hat man doch Wichtigeres zu tun. Ach hier kann man verwundert sein, was da geschieht. Doch Unentschlossenheit hat Folgen. Gott ruft – und der Mensch ist eingeladen, zu antworten. Wir sollten uns heute entscheiden, und nicht „irgendwann“.