Jakob gelobte Gott: Von allem, was du mir gibst, will ich dir den Zehnten geben.
1. Mose 28,22
Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.
2. Korinther 9,7
Die heutige Tageslosung soll uns daran erinnern, wie viel Gott uns anvertraut hat und wie unterschiedlich wir damit umgehen. Zwischen den Anforderungen des Alltags und den Appellen, die von allen Seiten an uns herangetragen werden, steht der Christ oft in einem Spannungsfeld: Wie gebe ich richtig? Und wem bin ich überhaupt etwas schuldig?
Wir leben in einer Welt, in der ständig an unsere Großzügigkeit appelliert wird – für Projekte, für Menschen, für gute Zwecke. Gleichzeitig hören wir in der Bibel von Freiheit, von innerer Haltung, von einem Geben, das nicht aus Druck entsteht, sondern aus Vertrauen. Genau dort beginnt das christliche Verständnis des Gebers: nicht im moralischen Muss, sondern im geistlichen Darf. Zu dieser Frage, wie man richtig gibt, habe ich in der Vergangenheit zwei Andachten verfasst, in denen ich mich um Klärung bemüht habe.
Appelle an unsere Spendenbereitschaft
Wahre Großzügigkeit entsteht aus Freiheit, nicht aus Druck. Jesu Lob der Witwe zeigt: Gott sieht das Herz, nicht die Höhe der Gabe. Spenden dürfen erbeten, aber nie eingefordert werden.
Verzicht auf Besitz – eine Forderung der Bibel?
Die Bibel verlangt keinen völligen Besitzverzicht. Sie verwandelt vielmehr unser Verhältnis zum Eigentum: Nicht Zwang, sondern innere Freiheit und freiwillige Großzügigkeit prägen christliches Geben.