Müssen wir immer Gutes tun?
Zur Freiheit hat uns Christus befreit.
Galater 5,1
Gestern habe ich geschrieben, dass wir Gutes tun sollen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. In Sprüche 3,27 heißt es: „Versage keinem das Gute, wenn es in deiner Macht steht, es zu tun.“ Heißt das, dass man immer jedem helfen muss, egal wie er sich verhält? Ich kenne Fälle, in denen sich Atheisten auf die Hilfsbereitschaft der Christen berufen, da diese ihrer Meinung nach dazu verpflichtet seien. Es gibt Menschen, die erwarten, dass Christen immer freundlich, immer hilfsbereit und immer geduldig sind – und berufen sich dabei auf die Bibel. Doch die Bibel ruft uns nicht dazu auf, uns von anderen definieren zu lassen, was „gut” sei. Unser Maßstab ist nicht die Erwartung der Menschen, sondern der Wille Gottes. Christen tun Gutes nicht, weil andere es von ihnen verlangen, sondern weil Christus sie innerlich erneuert hat. Wer uns zum Gutsein drängen will, macht aus dem Evangelium ein Gesetz. Aber das Gute wächst aus Freiheit, nicht aus Druck. Wir sind nicht verpflichtet, die Erwartungen anderer zu erfüllen. Wir sind verpflichtet, Christus nachzufolgen. Der obige Vers ist ein Gegengift gegen den moralischen Druck von außen. Niemand darf Christen mit der Bibel moralisch erpressen.
HERR Jesus Christus, du hast uns zur Freiheit berufen und nicht zur Menschenfurcht. Bewahre uns davor, uns von Erwartungen anderer bestimmen zu lassen. Amen.