Denn alles Böse erwächst aus der Habgier. Schon so mancher ist ihr verfallen und ist dadurch vom Glauben abgekommen. Wie viel Not und Leid hätte er sich ersparen können!
1. Timotheus 6,10
Die Bibel verurteilt nicht, wenn jemand für seine Familie sorgt, vorsichtig plant oder Rücklagen bildet. Das gehört zum weisen, vernünftigen Handeln, das sogar ausdrücklich empfohlen wird. Aber Paulus sieht die Gefahr dort, wo das Herz anfängt, sich an Besitz zu klammern und die Gier nach mehr entsteht. Paulus warnt vor zwei Folgen: Die Habgier bringt Sünde hervor. Wer unbedingt „mehr“ will, beachtet keine moralischen Grenzen mehr. Darüber hinaus lenkt die Gier vom Glauben ab. Sie wird ihm zum Götzendienst und zieht ihn weg vom Vertrauen auf Gott. Demgegenüber empfiehlt Paulus die Gottesfurcht in Verbindung mit Genügsamkeit:
Es stimmt ja: Als Christ zu leben bringt großen Gewinn. Allerdings nur dann, wenn man mit dem zufrieden ist, was man hat. Denn wir sind ohne Besitz auf diese Welt gekommen, und genauso werden wir sie auch wieder verlassen. Wenn wir zu essen haben und uns kleiden können, sollen wir zufrieden sein.
1. Timotheus 6,6-8
Gebet
HERR, bewahre unser Herz vor der Gier und schenke uns die Freiheit des Genügens. Lass uns mit dem arbeiten, was du uns anvertraut hast, und dabei den Blick auf dein ewiges Ziel nicht verlieren. Amen.