Der gute Hirte in unsicheren Zeiten

„Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“
Psalm 23,1

Wenn wir die Nachrichten verfolgen, könnte man leicht den Eindruck gewinnen, dass Angst der Grundton unserer Zeit ist. Menschen sorgen sich um Frieden, Wohlstand, Gesundheit und die Zukunft ihrer Kinder. Vieles, was früher selbstverständlich schien, erscheint heute fragiler als noch vor wenigen Jahren.

In diese Unsicherheit hinein spricht David nicht von seinen Umständen, sondern von seinem Hirten: „Der HERR ist mein Hirte.“ David sagt nicht, dass alles gut läuft. Er sagt nicht, dass es keine Gefahren gibt. Er sagt nur: Ich kenne den, der mich führt.

Psalm 23 erinnert uns daran, dass die Sicherheit eines Christen nicht in stabilen Verhältnissen liegt. Unsere Sicherheit liegt in Gott. Vielleicht gehen wir als Gesellschaft durch eine Zeit der Unsicherheit. Vielleicht erleben wir auch persönlich ein finsteres Tal. Dann dürfen wir wissen: Der Hirte bleibt derselbe. Sein Wort gilt auch dann, wenn vieles ins Wanken gerät.

Als Christen leben wir deshalb weder in Sorglosigkeit noch in Panik. Wir leben im Vertrauen. Der Hirte, der gestern geführt hat, führt auch heute. Und der Hirte, der heute führt, wird uns auch morgen nicht verlassen. Darum richten wir unseren Blick nicht zuerst auf die Größe der Herausforderungen, sondern auf die Größe unseres Gottes. Die Welt mag unsicher sein. Der Hirte ist es nicht.

Gebet
HERR Jesus Christus, du erinnerst uns in Psalm 23 daran, dass wir nicht führungslos unterwegs sind. Du kennst den Weg. Du siehst weiter als wir. Bewahre unsere Familien und alle Menschen, die heute Trost und Zuversicht brauchen. Denn du bist unser guter Hirte. Amen.

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