Andacht Heute

Vom Dank zum Lob

Lobt den HERRN, alle seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft! Lobe den HERRN, meine Seele!
Psalm 103,22

Am Anfang von Psalm 103 stehen die Gründe, warum wir Gott Dank schulden. Es sind beileibe nicht alle, aber einige markante Begriffe werden hier aufgelistet: Vergebung, Heilung, Erlösung, Sättigung und Erneuerung. Der Psalm endet nicht im Rückblick, sondern im Aufbruch, mit einem Aufruf zum Lob Gottes. Dieser Übergang vom Dank zum Lob ist hochinteressant. Dank schaut zurück, erinnert und zählt Gottes Taten. Und Lob? Lob feiert Gottes Wesen, schaut hinauf und erhebt.

Die Frage ist, wie sich dieses Lob konkret ausdrücken kann. Es gehört zu seinem Wesen, dass es Gestalt annimmt. Aus dem tiefsten Inneren, ausgehend vom Dank, will es hinausgetragen werden. Lob ist nichts, das im Verborgenen bleibt. Es drängt in die Gemeinschaft, in einen Chor der Stimmen, der sich hinaufschwingt zu Gott. Es wäre jedoch falsch anzunehmen, dass ein vielstimmiger Lobpreis in einer Gemeinde die einzig mögliche Form darstellt. Deshalb möchte ich morgen mit dem Lob durch das Wort beginnen, mit dem gesprochenen Bekenntnis zur Größe Gottes.

Gebet
HERR, führe uns vom Dank ins Lob. Mach uns zu Menschen, die es zum Ausdruck bringen können. Du bist würdig, gelobt zu werden. Amen.