Jesus sprach nun wieder zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür der Schafe. Alle, die vor mir gekommen sind, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe hörten nicht auf sie. Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, so wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben.
Johannes 10, 7-10
Mit „alle, die vor mir gekommen sind“, meint Jesus nicht die alttestamentlichen Propheten, sondern selbsternannte Führer, die das Volk Gottes fehlgeleitet haben. Gemeint sind religiöse Führer, selbsternannte Messiasse und Lehrer, die nach Macht strebten, statt Gottes Willen zu tun. Auch Paulus hat vor diesen falschen Aposteln gewarnt, wie wir gestern in der Andacht gesehen haben. Jesus bezeichnet sich selbst als Tür. Er ist nicht eine Tür unter vielen anderen. Damit ist der einzig legitime Zugang zu Gott gemeint. Wer vor ihm kam und sich als Tür ausgab, war ein falscher Zugang. Nur durch Jesus findet die Seele Weide, Ruhe und Rettung.
Auch heute stehen wir täglich vor Türen, die einladend aussehen und zum Eintritt verlocken. Es sind Türen mit Aufschriften wie „Optimiere dich selbst!”, „Verbessere dich!” „Leiste noch mehr!” Sie machen Versprechungen, die uns das Heil bringen sollen, doch hinter diesen Türen erwartet uns nur Leere. Jesus sagt dagegen: „Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben.“
Gebet
HERR Jesus Christus, ich gehe durch deine Tür. Ich vertraue dir mein Leben an. Du schenkst mir Freiheit und Geborgenheit. Amen.