Paulus warnt vor falschen Aposteln

Was ich jetzt rede, das rede ich nicht dem Herrn gemäß, sondern wie in Torheit, in diesem zuversichtlichen Rühmen.
2. Korinther 11,17

Paulus spricht „in Torheit“, weil er sich gezwungen sieht, eine Sprache zu verwenden, die er eigentlich ablehnt. Die Korinther hören nur auf Menschen, die sich selbst inszenieren und dabei starke Worte, große Gesten und beeindruckende Auftritte verwenden. Deshalb nimmt Paulus bewusst die Rolle des Narren an, um die falschen Maßstäbe dieser „falschen Apostel“, wie er sie nennt, zu entlarven. Die Korinther lassen sich von Menschen beeindrucken, die sich als Diener Christi ausgeben, aber in Wahrheit nur sich selbst dienen.

Diese Gefahr ist nicht verschwunden. Auch heute gibt es Stimmen, gerade auch in den sozialen Medien, sogenannte „Influencer“, die sich selbst in den Mittelpunkt stellen, mit geistlicher Autorität prahlen, Menschen abhängig machen und dabei den Namen Jesu benutzen. Doch nicht jeder, der laut spricht, ist ein Apostel Christi. Wahre Autorität zeigt sich in Demut, Treue und Liebe und nicht im Glanz der Selbstdarstellung. Paulus zeigt, dass wahre geistliche Autorität in Hingabe und Liebe besteht. Er rühmt sich nicht seiner Stärke, sondern seiner Leiden und Schwäche – und gerade darin wird Christus sichtbar.

Gebet
HERR Jesus Christus, gib uns ein waches Herz, das zwischen Wahrheit und Verführung unterscheiden kann. Lass uns Menschen sein, die nicht beeindrucken wollen, sondern dienen. Amen.

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