Sie sagten zu der Frau: „Jetzt glauben wir nicht nur deshalb an Jesus, weil du uns von ihm erzählt hast. Wir haben ihn jetzt selbst gehört und wissen: Er ist wirklich der Retter der Welt!“
Johannes 4,42
Die samaritanische Frau hat Jesus erlebt und erzählt ihrer Stadt davon. Ihr persönliches Zeugnis bewegt viele Menschen so stark, dass sie sich auf den Weg zu Jesus machen. Jesus bleibt zwei Tage bei ihnen.
Sie hören ihn selbst sprechen, erleben seine Gegenwart, seine Worte, seine Autorität. Die zweite Welle des Glaubens entsteht nicht mehr durch das Zeugnis der Frau, sondern durch die direkte Begegnung mit Jesus.
Jetzt wird so mancher sagen: Die Samariter hatten es gut, weil Jesus selbst bei ihnen war. Wie können wir, die wir alles nur von Hörensagen haben, unseren Glauben hin zur Gewissheit festigen? Aber leben wir nicht auch sonst in einer Welt, in der wir vieles nicht selbst erleben, sondern nur hören: Nachrichten, Bilder, Videos, Einschätzungen. Vieles davon können wir nicht sicher prüfen. Wir haben es ständig mit einem Dilemma zu tun: Ich will informiert sein, aber ich kann den Wahrheitsgehalt der Informationen nicht prüfen. Bei einem Dilemma haben wir es mit einem Problem zu tun, das man nicht lösen kann, aber mit einer Spannung, die man aushalten muss. Wir müssen mit unvollständiger Information leben, um handlungsfähig zu bleiben. In Bezug auf unseren Glauben sind wir zum Handeln aufgefordert. Entscheiden wir uns für Gott, weil er uns die Ewigkeit versprochen hat, wenn wir an ihn glauben.
Gebet
Herr Jesus Christus,
du rufst uns – wie die Samariter – nicht nur zum Hören, sondern zur Begegnung. Mach unseren Glauben fest, nicht durch perfekte Informationen, sondern durch deine Gegenwart. Du bist der Heiland der Welt. Amen.