Andacht Heute

Standhaft bleiben im Strom der Zeit

Alle, denen Gottes Bund mit Israel schon immer gleichgültig war, verführt er mit schönen Worten dazu, sich endgültig von Gott abzuwenden. Die anderen aber, die ihren Gott kennen und lieben, bleiben standhaft.
Daniel 11,32

Daniel 11 ist eine große Geschichtsprophetie, die in symbolischer Sprache politische Machtkämpfe beschreibt, in die Israel als Brennpunkt immer wieder verwickelt ist. Ein besonders hinterlistiger und gewalttätiger König des Nordens überfällt das Land. Er entweiht das Heiligtum und richtet Verwüstungen an. Er trifft auf Menschen in Israel, die sich von ihm verführen lassen. Sie folgen ihm, da er ihnen Vorteile verspricht. Die zweite Gruppe wird verfolgt. Diese Menschen kennen und lieben Gott und bleiben ihm treu. An ihnen sollten wir uns ein Beispiel nehmen. Diese Verfolgten taten das, was Gott von ihnen erwartete. Sie hielten am Glauben fest, widerstanden dem Götzendienst, blieben dem Bund treu und halfen anderen, Einsicht zu gewinnen.

Es zeigt sich ein zeitloses Muster: Wer nur die oberflächliche Seite Gottes sieht, wird von jeder starken Macht mitgerissen. Wer Gott wirklich kennt, bleibt standhaft, auch wenn sich die Mehrheit von ihm abwendet. In unserer Zeit laufen so viele falschen Götzen nach. Daher ist es dringend notwendig, dass wir uns nicht in den Strömungen der Zeit verlieren, sondern inmitten dieser Gottlosigkeit standhaft ein Gegenbild verkörpern – im tiefen Wissen, dass wir von unserem Herrn gehalten werden, der über jeder Macht der Welt steht.

Gebet
HERR, erfülle uns mit der Kraft deines Geistes, damit wir bestehen können und ein Licht sind für die, die suchen. Amen.