Wahrer Lohn im Himmel

Viele Erste aber werden Letzte sein und Letzte Erste.
Markus 10,31

Dieser Satz von Markus kommt wortwörtlich auch in Matthäus 19,30 vor. Beide Male erscheint zuvor das Gleichnis vom reichen Jüngling mit der Aufforderung, dass er seinen ganzen Besitz verkaufen und den Armen geben soll. Dann geht es darum, dass den Aposteln, die ihre Familien verlassen haben und Jesus nachgefolgt sind, der Lohn im Himmel zuteilwird. Obiger Satz schließt diesen Abschnitt ab. Den auf Erden zu kurz Gekommenen dient er zum Trost, den Mächtigen zur Mahnung.

Es geht darum, dass uns gezeigt wird, dass es sich lohnen wird für uns, wenn wir loslassen können. Materieller Besitz, Wohlstand und Besitz, Macht sind nicht von Dauer. Wir sollten uns nicht zwanghaft an sie hängen, weil dies alles vergänglich ist. Allen – seien es Ministerpräsidenten, Kardinäle, Börsenschwindlern, Immobilienhaie – die nicht glauben wollen, dass sie „nix mitnehma“ können, hat der Liedermacher Georg Ringswandl einen Song gewidmet. Viele Menschen hängen aber noch im Angesicht des Todes an ihren Sachen, die kurz nach ihrem Ableben von den Erben verhökert werden. Wann kommt uns die Einsicht, dass vor Gott dies alles nichts wert ist? Was wir festhalten wollen, werden wir spätestens am Ende unseres irdischen Lebens verlieren. Denken wir daran, dass uns, wie Luther es ausgedrückt hat, „das Reich Gottes bleiben muss“.

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