Als ich mich über den Stern gewundert habe

Der HERR ist in seinem heiligen Tempel. Es sei stille vor ihm alle Welt!
Habakuk 2,20

Die Weisen sprachen: Wir sind gekommen, ihn anzubeten.
Matthäus 2,2

Als ich vergangenes Weihnachten unsere kleine Krippe aufgestellt habe, wollte ich diesmal einen nächtlichen Hintergrund anfertigen, damit sie nicht vor einer weißen Wand stehen musste. Ich nahm einen schwarzen Karton und deutete mit Pastellkreiden Palmen und den darüberliegenden Nachthimmel an. Die als Punkte markierten „Sterne“ leuchteten sogar ein wenig im schwachen Schein der LED-Lämpchen. Der Stern, der die Weisen aus dem Morgenland hergeführt hatte, war am Dach der einfachen Hütte angebracht. Das ist zwar eine Darstellung mit Tradition, erscheint aber keineswegs realistisch. Alles in dieser Krippe könnte sich so abgespielt haben wie im voliegendem Modell – bis auf den Stern auf dem Dach. Wenn wir den Bibeltext betrachten, dann fällt auch hier dieser Himmelskörper aus dem Rahmen.

Und der Stern, den sie bei seinem Aufgang beobachtet hatten, zog vor ihnen her, bis er schließlich genau über dem Ort stehen blieb, wo das Kind war. Matthäus 2,9

Wie sollte das gehen, dass dieser Stern sich gleichsam wie eine moderne Drohne ferngesteuert fortbewegt und die Weisen zur Krippe in Bethlehem geführt hat? Wenn wir das lesen, haben wir die Wahl: Wir können dieses beschriebene Phänomen – wie andere auch, sei es die Jungfrauengeburt oder die Auferstehung – aus unserer ach so aufgeklärten, wissenschaftlichen Perspektive ablehnen und ins Reich der Mythen und Märchen verweisen. Oder wir nehmen es an, als ein von Gott erschaffenes Wunder, das uns zu einer höheren Einsicht bringt. Wie dieser besondere Lichtkörper die Sterndeuter geleitet hat, so kann uns der Glaube an die Allmacht Gottes sicher zu unserem Erlöser führen.

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