Der Mensch ist geformt von Gott

HERR, du bist doch unser Vater! Wir sind Ton, du bist unser Töpfer, und wir alle sind deiner Hände Werk.
Jesaja 64,7

Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt.
Johannes 15,16

Wenn wir uns die Menschen ansehen, dann mag es uns manchmal vorkommen als hätte Gott Fehler gemacht. Sie haben weder Arme noch Beine, noch sind sie von Geburt an gesund. Sind sie deswegen ein misslungenes Werk Gottes? Es liegt an der gefallenen Menschheit, die sich durch allerhand Umwelteinflüsse selbst verstümmelt.

Wir nehmen wahr was wir sehen, doch geht es in der Bibel immer um den gesamten Menschen, sein Herz, seine Seele, seinen Geist. Gerade in der Hinsicht auf Gott haben wir eine Chance, dass alles einmal gut wird. ER liebt die, die nach IHM suchen und die Jesus lieben. Wer den Bezug zu Seinem Schöpfer hat, der hat auch eine Zukunft im Himmel. Dort gibt es weder Tränen noch Leid. Wir erhalten einen unverweslichen Körper. Denken wir an Jesus nach der Auferstehung. Er konnte plötzlich da erscheinen, wo ER wollte.

Darum bleibt standhaft, liebe Geschwister, lasst euch nicht erschüttern! Tut euer Bestes für die Sache des Herrn, denn ihr wisst: In Verbindung mit dem Herrn ist eure Mühe nie umsonst. 1 Kor 15,58

Gebet

Danke HERR für die Zusagen, die du Deinen Kindern gegeben hast. Amen

Eine Antwort auf „Der Mensch ist geformt von Gott“

  1. Unser Vers ist dem Kapitel 15,12-17 von Johannes entnommen, das meist als „Gebot der Liebe“ betitelt wird. Es endet mit einem Befehl zur Liebe. Dies könnte befremdlich wirken. In der Geschichte, leider auch der deutschen, hat es Schießbefehle gegeben, aber nie Liebesbefehle. Wer allerdings das Leben Jesu betrachtet, der kann die Logik dieser strengen Aufforderung sehr wohl erkennen. Wir können das Neue Testament an jeder Stelle aufschlagen, immer werden wir feststellen, dass alle Taten von Jesus erfüllt waren von Liebe. Es ist nicht verwunderlich, dass er auch von seinen Jüngern gefordert hat, dass sie sich anderen barmherzig verhalten müssten.

    „Ich liebe euch doch alle, alle Menschen!“ Ausgerechnet Erich Mielke, der Chef der Stasi, unter dessen Verantwortung ein Spitzelsystem stand, das Tausende ungerechtfertigt in Haft brachte, der wegen Mordes verurteilt wurde, beteuerte vor der Volkskammer seine Liebe zu allen Menschen. Seine Worte ernteten bei vielen Abgeordneten nur Gelächter, niemand traute seinen Worten.

    Liebe wird nicht an Worten gemessen, sondern an Taten. Sie ist auch weniger eine Sache des Fühlens. Erst im Tun beweist sie sich. Worte und Gefühle haben allein noch keinen Wert. Liebe zeigt sich, wenn man etwas für andere Menschen aus Erbarmen tut, unabhängig davon, was wir für sie empfinden. Wir können uns vorstellen, dass dies sehr schwer sein kann. Es besteht noch einigermaßen Konsens darüber, die eigene Familie, Freunde und Bekannte mit aktiver Liebe zu unterstützen. Aber es ist viel schwerer, uns in Menschen hineinzuversetzen, mit denen wir sonst nichts zu tun haben. Empathie ist die Voraussetzung für barmherziges Handeln. Dieses wird aber von Jesus eindeutig gefordert.
    Ich befehle euch, einander zu lieben! Johannes 15,17

    An der aktiven Liebe anderen gegenüber werden SEINE Jünger erkannt.
    An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid. Johannes 13,35

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