Jesus der Messias, der wiederkommt

Er hat die Sünde vieler getragen, und für die Übeltäter trat er ein.
Jesaja 53,12

Hier wird bereits auf den Messias hingewiesen und seltsamerweise wird in der Vergangenheit gesprochen obwohl es noch in der Zukunft liegt, was hier in Jesaja verheißen ist. Die hebräische Sprache weist keine Zeitformen auf. Bei Gott ist das Zeitliche nicht maßgebend, vielmehr ist es das Wesentliche, von IHM her Bestimmte.

Jesus spricht: Segnet, die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen.
Lukas 6,28

Wir sind nun in dem ‚Danach‘ also im Evangelium angekommen. Jesus wurde durch Gottes Zeugung mit göttlicher Vollmacht ausgestattet. Er war ein Mensch ohne Sünde und tat Wunder und Zeichen, nachdem er der Verführungskunst Satans (Matt 4) widerstanden hatte. Die Engel dienten IHM nach dieser Wüstenzeit und Anfechtung. Er lehrt seine Nachfolger indem er Gleichnisse erzählt und gibt Hoffnung denen, die verfolgt werden.

Kennen wir das nicht auch, Wüstenzeiten im Leben und allerhand Versuchungen? Widerstehe dem Bösen und die Boten Gottes werden in deinem Leben in Ordnung bringen, was ins Wanken geriet. Bitte ständig, so sagte Jesus und es wird dir gegeben werden. Wer Jesus aufnimmt in sein Leben, der wird getröstet, wenn er im Wort Gottes liest und bekommt in allen Dingen Weisung durch den Hl Geist. Was für ein Vorteil für den Frommen.

Gebet

Hab Dank Herr für deine große Güte und dass wir dich als den lebendigen Gott erfahren dürfen in seinem Wort und durch das Leben Jesu, welcher versprochen hat, dass er wiederkommt um die Seinen zu sich zu nehmen, während die Welt gerichtet wird. Danke für die noch ausstehenden Verheißungen, auf die wir im Vertrauen warten. Amen

Eine Antwort auf „Jesus der Messias, der wiederkommt“

  1. Wir haben vor vielen Jahren einen Vortrag des Religionswissenschaftlers Pinchas Lapide gehört zum Thema Ist die Bibel richtig übersetzt. Die Stelle im Lukas-Evangelium zur Feindesliebe brachte er als Beispiel, um darauf hinzuweisen, dass man in der jüdischen Tradition manches anders sehen würde. So wären das Hinhalten der anderen Backe und das Weitertragen des Gepäcks eines römischen Legionärs um eine weitere Meile Gesten des Widerstands. Man wollte den Feind damit beschämen und ihn zum Nachdenken bringen. Hier gehe es weniger um die Liebe zum Feind, als darum, ihm zu zeigen, dass man sich nicht demütigen lässt. Ich weiß noch, dass ich die Einschätzung des jüdischen Gelehrten damals für überzeugend gehalten habe. Aus heutiger Sicht kann ich aber nicht die Augen vor dem verschließen, was Jesus von uns fordert:

    Liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist! Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Matthäus 5,44-45

    Die Feindesliebe ist die schwerste Forderung, die Jesus an seine Nachfolgenden gestellt hat. Pinchas Lapide muss man zustimmen, dass damit nicht der Ausschluss jeglichen Rechts auf Verteidigung gegen äußere Feinde gemeint ist. Es ist aber der Hinweis, dass wir uns um Vergebung von Schuld und um Versöhnung bemühen müssen.

    Ein Beispiel für Feindesliebe gibt Jesus angesichts seines Todes. Er bittet für die, die ihn gerade umbringen: Vater vergib Ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Lukas 23,34

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