Andacht Heute

Genug ist genug

Denn alles Böse erwächst aus der Habgier. Schon so mancher ist ihr verfallen und ist dadurch vom Glauben abgekommen. Wie viel Not und Leid hätte er sich ersparen können! 
1. Timotheus 6,10

Die Bibel verurteilt nicht, wenn jemand für seine Familie sorgt, vorsichtig plant oder Rücklagen bildet. Das gehört zum weisen, vernünftigen Handeln, das sogar ausdrücklich empfohlen wird. Aber Paulus sieht die Gefahr dort, wo das Herz anfängt, sich an Besitz zu klammern und die Gier nach mehr entsteht. Paulus warnt vor zwei Folgen: Die Habgier bringt Sünde hervor. Wer unbedingt „mehr“ will, beachtet keine moralischen Grenzen mehr. Darüber hinaus lenkt die Gier vom Glauben ab. Sie wird ihm zum Götzendienst und zieht ihn weg vom Vertrauen auf Gott. Demgegenüber empfiehlt Paulus die Gottesfurcht in Verbindung mit Genügsamkeit:

Es stimmt ja: Als Christ zu leben bringt großen Gewinn. Allerdings nur dann, wenn man mit dem zufrieden ist, was man hat. Denn wir sind ohne Besitz auf diese Welt gekommen, und genauso werden wir sie auch wieder verlassen. Wenn wir zu essen haben und uns kleiden können, sollen wir zufrieden sein.
1. Timotheus 6,6-8

Gebet
HERR, bewahre unser Herz vor der Gier und schenke uns die Freiheit des Genügens. Lass uns mit dem arbeiten, was du uns anvertraut hast, und dabei den Blick auf dein ewiges Ziel nicht verlieren. Amen.

Die Gier nach Wohlstand

„Hütet euch vor aller Habgier, denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.“ Luk 12,15

„Geldgier ist eine Wurzel alles Übels.“ 1 Tim 6,10

Diese Verse laden uns ein, unseren Blick auf das Wesentliche zu richten: wahres Leben und Erfüllung finden wir nicht im Streben nach Reichtum, sondern im Vertrauen auf Gottes Führung und Fürsorge.

Gebet

Herr, wir sehen auf der ganzen Welt, dass Reichtum und Habgier zu Chaos und Unfrieden führt. Reinige unsere Familien vom falschen Streben nach Gut und Geld und erleuchte uns mit Deiner Weisheit. Amen

Wenn mein eigener Plan nicht trägt

Der HERR behütet den Fremdling; er erhält Waisen und Witwen; aber die Gottlosen lässt er verkehrte Wege gehen.
Psalm 146,9

Es gibt eine Formel, die viele Menschen heute als befreiend empfinden: „Es gibt keinen höheren Plan – also gestalte dein Leben sinnvoll.“ Das klingt mutig, erwachsen und selbstbestimmt. Aber genau hier beginnt der falsche Weg. Wie der Psalmtext sagt, lässt Gott ihn zu. Er lässt Irrwege zu, aber er verwirrt niemanden (wie es leider in manchen Übersetzungen, so auch in der Lutherbibel 2017, steht: „Aber die Gottlosen führt er in die Irre“). Er lässt den Irrweg zu, damit ich den Weg finde, der mich trägt.

Gebet
HERR, du kennst meine Wege, auch die, die ins Leere führen. Lass mich erkennen, wo ich mich selbst überschätze und wo ich dich brauche. Richte mich auf, wenn mein eigener Plan nicht trägt, und führe mich auf deinen Weg des Lebens.
Amen.