Andacht Heute

Eine starke Hoffnung in der Bedrohung

Doch ich bin gewiss, dass ich am Leben bleiben und sehen werde, wie gütig der HERR ist. Hoffe auf den HERRN, sei stark, und dein Herz fasse Mut – ja, hoffe auf den HERRN! 
Psalm 27,13-14

In diesem Psalm spricht David von den verschiedenen Bedrohungen, denen er schon ausgesetzt war: Intrigen, Feinde, Krieg. Selbst Vater und Mutter haben ihn verlassen (V. 10). Er steht allein da, ohne Familie, ohne Rückhalt und ohne menschliche Sicherheit. Auch wir alle haben Momente der Angst im Leben, wenn wir auf Heilung warten, auf eine Nachricht oder eine Wende in einer Angelegenheit. Da gibt uns das Ende dieses Psalms große Hoffnung. Es lässt uns darauf vertrauen, dass Gottes Güte unsere Angst besänftigen kann, auch wenn die Auswirkungen noch nicht sichtbar sind.

Gebet
HERR, schenke uns Davids Blick: dass wir deine Güte erwarten, auch wenn sie noch verborgen ist. Mach unser Herz stark und unverzagt im festen Vertrauen auf deine Zusagen. Amen.

Genug ist genug

Denn alles Böse erwächst aus der Habgier. Schon so mancher ist ihr verfallen und ist dadurch vom Glauben abgekommen. Wie viel Not und Leid hätte er sich ersparen können! 
1. Timotheus 6,10

Die Bibel verurteilt nicht, wenn jemand für seine Familie sorgt, vorsichtig plant oder Rücklagen bildet. Das gehört zum weisen, vernünftigen Handeln, das sogar ausdrücklich empfohlen wird. Aber Paulus sieht die Gefahr dort, wo das Herz anfängt, sich an Besitz zu klammern und die Gier nach mehr entsteht. Paulus warnt vor zwei Folgen: Die Habgier bringt Sünde hervor. Wer unbedingt „mehr“ will, beachtet keine moralischen Grenzen mehr. Darüber hinaus lenkt die Gier vom Glauben ab. Sie wird ihm zum Götzendienst und zieht ihn weg vom Vertrauen auf Gott. Demgegenüber empfiehlt Paulus die Gottesfurcht in Verbindung mit Genügsamkeit:

Es stimmt ja: Als Christ zu leben bringt großen Gewinn. Allerdings nur dann, wenn man mit dem zufrieden ist, was man hat. Denn wir sind ohne Besitz auf diese Welt gekommen, und genauso werden wir sie auch wieder verlassen. Wenn wir zu essen haben und uns kleiden können, sollen wir zufrieden sein.
1. Timotheus 6,6-8

Gebet
HERR, bewahre unser Herz vor der Gier und schenke uns die Freiheit des Genügens. Lass uns mit dem arbeiten, was du uns anvertraut hast, und dabei den Blick auf dein ewiges Ziel nicht verlieren. Amen.

Die Gier nach Wohlstand

„Hütet euch vor aller Habgier, denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.“ Luk 12,15

„Geldgier ist eine Wurzel alles Übels.“ 1 Tim 6,10

Diese Verse laden uns ein, unseren Blick auf das Wesentliche zu richten: wahres Leben und Erfüllung finden wir nicht im Streben nach Reichtum, sondern im Vertrauen auf Gottes Führung und Fürsorge.

Gebet

Herr, wir sehen auf der ganzen Welt, dass Reichtum und Habgier zu Chaos und Unfrieden führt. Reinige unsere Familien vom falschen Streben nach Gut und Geld und erleuchte uns mit Deiner Weisheit. Amen