Andere glauben doch viel stärker … oder?

„Herr, ich bin es nicht wert, dass du unter mein Dach kommst. Sprich nur ein Wort, und mein Diener wird gesund!“
Matthäus 8,15

Ein römischer Hauptmann bittet Jesus um Hilfe für seinen schwer kranken Diener. Er hält sich selbst nicht für würdig, Jesus in sein Haus aufzunehmen, und sagt: „Sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund.“ Jesus staunt über diesen Glauben. Der Hauptmann vertraut darauf, dass Jesu Autorität ausreicht, auch aus der Ferne zu helfen. Daraufhin wird sein Diener gesund. Bemerkenswert ist, dass der Hauptmann kein Mitglied des jüdischen Volkes war. Er war ein Heide. Dennoch erkennt Jesus in ihm einen außergewöhnlichen Glauben. Das kann alle ermutigen, die denken, ihr Glaube sei zu klein. Wer andere mit großer Hingabe beten hört oder ihre Bibelkenntnis bewundert, fühlt sich leicht zu schwach im Glauben. Doch Jesus lobte den Hauptmann nicht wegen seiner besonderen religiösen Leistungen. Wir lesen nichts von langen Gebeten, nichts von Opfern, nichts von besonderen Übungen. Er brachte einfach seine Not zu Jesus und vertraute seinem Wort.

Auch wir kennen viele gute Formen geistlicher Anstrengungen: An Gottesdiensten teilnehmen, Lieder singen, regelmäßige Bibellese, Gebetszeiten halten, Seminare besuchen oder christliche Bücher lesen. All das kann den Glauben stärken. Aber es ersetzt nicht das Vertrauen auf Christus. Die Kraft lag beim Hauptmann nicht in seiner Frömmigkeit, sondern in dem, dem er vertraute. Übersehen wir nie: Die Grundlage unseres Glaubens sind nicht geistliche Übungen, die Grundlage ist Jesus selbst.

Gebet
HERR Jesus Christus, schenke uns den Glauben des Hauptmanns von Kapernaum, der sich ganz auf dein Wort verließ. Hilf uns, auf dein Wort zu hören und uns an deine Zusagen zu halten. Amen.

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