Wenn ihr als Kinder Gottes mitten in dieser verdorbenen und heillosen Welt vorbildlich lebt, werdet ihr unter euren Mitmenschen wie Sterne am Nachthimmel leuchten.
Philipper 2,15
Zurzeit findet in Frankfurt die Buchmesse statt. Da stehen Tausende von Büchern nebeneinander. Manche wollen provozieren, andere unterhalten und wieder andere belehren. Doch hinter jedem Buch steht ein Mensch mit seiner eigenen Sicht auf die Welt. Gerade auf einer Buchmesse wird deutlich, dass Literatur niemals weltanschaulich neutral ist. Letztlich schreibt jeder Autor aus einer bestimmten Sicht auf den Menschen, die Wahrheit, das Gute und das Böse.
Auch Christen schreiben nicht aus einem luftleeren Raum. Was unser Herz erfüllt, prägt unsere Worte. Viele große Autoren der Weltliteratur haben ihren christlichen Glauben nicht versteckt, auch wenn sie keine „frommen Bücher” schrieben. Christlich geprägte Schriftsteller wie Fjodor Dostojewski, C. S. Lewis, T. S. Eliot oder Leo Tolstoi versuchten in ihren Werken nicht, religiöse Begriffe in jede Seite zu integrieren. Vielmehr zeigten sie Menschen, die nach Wahrheit suchen, mit Schuld ringen, Gnade erfahren oder Hoffnungen vertrauen. Auch darin wird etwas von Gottes Wirklichkeit sichtbar.
Doch abgesehen von diesen Beispielen großer Weltliteratur gibt es auch für jeden von uns Wege, den Glauben schriftlich auszudrücken, selbst wenn unsere Texte nur einen kleinen Leserkreis erreichen. Ein Christ kann über eigene Glaubenserfahrungen schreiben, Briefe an Kinder und Enkel verfassen, Betrachtungen über Bibelverse festhalten und vieles andere mehr. Wenn wir solche kleinen „Werke” weiterreichen, können sie manchmal mehr bewirken als ein weltberühmter Roman. Das Reich Gottes wächst oft nicht durch Genies, sondern durch Menschen, die das Licht, das sie empfangen haben, weitergeben.
Gebet
HERR Jesus Christus, du hast uns berufen, Licht in dieser Welt zu sein. Schenke uns Möglichkeiten zu leuchten, auch wenn christliche Perspektiven heute fremd oder unbequem erscheinen. Amen.