Andacht Heute

Wenn du in Not bist, bete

Herr, du bist unsre Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Psalm 90,1-2

Jesus sprach zu seinen Jüngern: Habt Glauben an Gott!
Markus 11,22

Wer glaubt, wird seelig.
Wenn es im Leben so gar nicht klappen will und alles, was du bisher versucht hast gelang – aber jetzt nicht mehr, dann frage dich mal, inwieweit du deinen eigenen Weg gegangen bist und das Gebot überschritten hast, das Gott dir ans Herz gelegt hat. Die meisten Menschen, tun was sie wollen, aber Gottes Wille ist ein anderer. Er hat dir einiges gezeigt, worin du wandeln sollst, aber du tatest es nicht. Deswegen beschwere dich nicht, wenn ER dir nun nicht mehr nur deine Wünsche erfüllt. ER möchte, dass du innehältst und in seinem Wort liest. Dort findest du nämlich die Orientierung für dein Leben. Es geht eigentlich immer um Gehorsam, den wir nicht wollen. Doch was ist denn so schlimm daran? Ist es nicht so, dass man als Kind dem Vater gehorcht hat, weil er die Autorität hatte und wir ihm vertrauten, weil er es gut mit uns meint?
So hat uns Jesus ein Gebet gegeben, das uns mit dem Vater im Himmel verbindet.

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrrlichkeit in Ewigkeit. Amen

Unser Einsatz für den Frieden

Glücklich zu preisen sind die, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
Matthäus 5,9

Wer sich in den Streit anderer einmischt, um Frieden zu stiften, bekommt oft selbst Prügel. Es kann eine undankbare Aufgabe sein, sich einzuschalten, um diejenigen zusammenzubringen, die sich entzweit haben. Man kann auf heftigen Widerstand stoßen, weil hinter vielen Konflikten massive Machtstrukturen stehen, die sich gegen Veränderungen wehren. Als Friedensstifter werden wir vielleicht von den Menschen schlecht behandelt, aber ein großer Trost bleibt uns: Gott segnet uns dafür.

Natürlich sollten wir alles tun, um einen Streit zu beenden, an dem wir selbst beteiligt sind. Es geht darum, dem anderen wieder die Hand zu reichen, weil Gott von uns Versöhnung fordert. Und es gibt noch eine weitere Aufgabe für uns: Wenn wir das Evangelium, die frohe Botschaft, verbreiten, helfen wir mit, Frieden zwischen den Menschen und Gott zu schaffen.

Geht nachsichtig miteinander um und vergebt einander, wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat. Genauso, wie der Herr euch vergeben hat, sollt auch ihr einander vergeben.
Kolosser 3,13

Das von Gott versprochene Erbe

Außerdem hat Gott uns – seinem Plan entsprechend – durch Christus zu seinen Erben gemacht.
Epheser 1,11

Unter Erbe versteht man eine Person, auf die das Vermögen des Erblassers übergeht. Wie dies geschehen soll, bestimmt dieser zu Lebzeiten in einem Testament. Die Willenserklärung des Erblassers kann von ihm jederzeit widerrufen werden. Interessanterweise finden sich diese Begriffe auch im Christentum. Hier gibt es aber entscheidende Unterschiede: Gott als Erblasser hat alles ein für allemal und unwiderruflich vorherbestimmt. Sein Erbe ist nicht materiell, sondern rein geistig. Sein Testament ist keine knappe Willenserklärung, sondern ein sehr umfangreiches Buch, das in zwei Teile, das Neue und das Alte Testament, gegliedert ist. Dem Erben ist das ewige Leben und die Gemeinschaft mit Gott zugesagt. Als Kind Gottes hat er Anteil an den Verheißungen und Segnungen, die Gott seinen Nachfolgern versprochen hat. Durch seinen Glauben an IHN ist er Miterbe, d.h. er hat Anteil an allem, was Christus gehört, einschließlich der Herrlichkeit und des Reiches Gottes, in das er eingehen und dort für immer leben darf.

In der Bibel gibt es Beispiele von Menschen, die das geistliche Erbe Gottes ausgeschlagen haben: Esau verkaufte sein Erstgeburtsrecht für ein Essen. Judas Iskariot entschied sich dagegen und verriet Jesus für 30 Silberlinge. In der Geschichte von einem jungen Mann, der nicht bereit war, seinen Reichtum den Armen zu geben, verzichtete er traurig auf das ewige Leben.

Leider schlagen auch heute noch viele Menschen das von Gott verheißene Erbe aus. Sie sind in ihrem Unglauben gefangen und zweifeln an der Existenz Gottes und seinen Verheißungen. Sie haben in dieser Welt, in der es um Macht und Geld geht, andere Prioritäten gesetzt. Sie werden von ihrem Umfeld oder von den Medien beeinflusst, die ihnen suggerieren, dass man sich nur auf seinen eigenen Verstand verlassen soll. Vielleicht hat der eine oder andere auch schlechte Erfahrungen in religiösen Gemeinschaften gemacht. Gründe gibt es viele, weshalb Menschen das von Gott gewährte Erbe ausschlagen. Wer es tut, begeht eine grenzenlose Dummheit.

Wer den Kampf besteht, wird das alles erben. Ich werde sein Gott und er wird mein Sohn sein.
Offenbarung 21,7